Zwillingsmädchen ringt nach Unfall mit dem Tod

Zwillingsmädchen ringt nach Unfall mit dem Tod

Petershagen. Es war das tragische Ende einer Urlaubsreise: Nach dem Verkehrsunfall mit vier Todesopfern in Ostwestfalen ringt ein dreijähriges Mädchen aus der verunglückten Familie weiter mit dem Tod.

Der Zustand ihrer Zwillingsschwester sei dagegen stabil, berichtete die Polizei in Minden am Donnerstag. Bei dem Unfall nahe Petershagen waren am Mittwoch der 59-jährige Familienvater und Fahrer des Kleinbusses, seine 27-jährige Tochter, die 22-jährige Lebensgefährtin seines Sohnes sowie seine zweijährige Enkelin getötet worden. Der 19-jährige Sohn des Fahrers wurde schwer verletzt, akute Lebensgefahr bestehe aber nicht mehr.

Die Familie war auf der Heimreise von einer Familienfeier aus England zurück in den Kreis Nienburg. Wenige Kilometer vor dem Ziel geschah dann der tragische Unfall. Die Ursache sei weiter unklar, hieß es bei Polizei und Staatsanwaltschaft. Der Kleinbus war am Morgen auf der B 482 in den Gegenverkehr geraten und frontal mit einem entgegenkommenden Sattelzug kollidiert. Der 41-jährige Lkw- Fahrer wurde nicht verletzt, erlitt aber einen Schock. Der Mann habe keine Möglichkeit gehabt, den Zusammenstoß zu verhindern.

"Die Frage, ob der Fahrer übermüdet war oder einen plötzlichen Schwächeanfall erlitt, wird möglicherweise unbeantwortet bleiben", teilte die Polizei mit. Eine Obduktion des 59-Jährigen sei nicht angeordnet worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Polizei konnte auch nicht sagen, seit wann der Fahrer des Kleinbusses am Steuer gesessen hatte.