Interview: Zwei Fragen an Werner Rombach

Interview: Zwei Fragen an Werner Rombach

Am Montag beginnt der Abriss der ehemaligen Immerather Kirche. Ist das noch ein harter Einschnitt für die Gemeinde?

Rombach: Das ist der zweite Endpunkt für die Kirche. Der erste Endpunkt war die Entwidmung im Jahr 2013. Für mich war die Entwidmung ganz furchtbar. Seitdem hat das Gebäude für mich keine Bedeutung mehr. Es ist der Abschied von einem Wahrzeichen, einem vertrauten Ort. Aber die Kerngemeinde hat den vertrauten Ort in der Kapelle in Immerath (neu) wiedergefunden.

Wie haben Sie den letzten Gottesdienst in St. Lambertus in Erinnerung behalten?

Rombach: Ich sehe die Szenen der Entwidmungsfeier noch vor mir. Vor dem Gottesdienst dachte ich, dass die ganzen Fernsehkameras stören würden. Aber ich habe die dann gar nicht wahrgenommen. Ich habe mit meinen Gefühlen gekämpft. Es war ein Kampf, Haltung zu bewahren oder in Tränen auszubrechen. Weniger wegen des Gebäudes, sondern weil ich das Leid der Menschen ertragen musste und ihnen nicht helfen konnte. Das war ganz furchtbar.

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