Zum Orkantief "Burglind": Kachelmann schießt gegen die sturmdoofen Deutschen

Zum Orkantief "Burglind": Kachelmann schießt gegen die sturmdoofen Deutschen

Düsseldorf. Jörg Kachelmann (@Kachelmann bei Twitter) haut zu - verbal: Auf TwitLonger, einer Plattform die überlange Twitter-Postings ermöglicht, schießt der Wetterexperte gegen die Deutschen - rechtzeitig vorm Sturmtief "Burglind", das am Mittwochmorgen über NRW hinwegfegte.

Tenor: Die Deutschen seien zu doof, um im Sturm zu bestehen - und bräuchten sich gar nicht zu beklagen, wenn sie zu Schaden kommen.

"Wenn irgendwo auf der Welt jemand in einem Hochwasser, unter einer Lawine, in einem Erdrutsch oder von einem Baum erschlagen werdend stirbt, ist es fast immer ein Deutscher", leitet Kachelmann seine Abhandlung ein - und dann geht's richtig zur Sache:

"Eigenverantwortung ist was für Amerikaner, und seit Trump ist das ja alles noch viel schlimmer geworden. Sie sind Deutscher und wollen rundum versorgt sein. Und sehen auf Ihre App, während der Baum auf Sie fällt, dieses Katwarn müsste das doch wissen und Ihnen sagen", heißt es da. Und weiter: "Weil Sie so denken, sterben Sie bei popeligen Wurst-Unwettern wie die Fliegen."

Jeder Sturm sei anders, meint Kachelmann - und Zeichen der Natur zu deuten, sei nicht jedem gegeben. Und dem typischen Deutschen in seiner Vollversorgungs- und Die-anderen-sind-zuständig-Mentalität schon gar nicht. Man müsse, wenn's losgeht, zumindest nach oben schauen - " Ja, dort ist kein Handy, aber es geht."

Auch mit dem trügerischen Gefühl der Sicherheit rechnet der Wetter-Mann ab: "Entgegen dem, was Sie immer dachten: Ihr Auto ist kein Panzer. Da war Opa... lassen wir das. Baum auf Auto: Sie sind trotzdem tot", heißt es. Und auch das Deutsche Kita-Personal kriegt sein Fett weg: "Ist Ihr Kind sicher? Weiss das unterbezahlte und überforderte Kita-Personal, was so kommt und wann? Oder machen die ihren Ausflug immer zur selben Zeit und haben eh keine Ahnung von Wetter und Bäumen und weil gerade eine krank ist, ist die andere für 40 Kinder zuständig...".

Dabei, so Kachelmann, sei das alles doch gar nicht so schwer: "Sie müssen sich also nur wenige Minuten konzentrieren, um zu überleben. Stellen Sie sich kurz vor, Sie wären kein Deutscher. Niemand, der immer glaubt, dass immer andere zuständig sind, wenns ihm schlecht geht." red