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Wetter: USA zittern vor der Hurrikansaison

Wetter: USA zittern vor der Hurrikansaison

An Amerikas Küsten rüsten sich die Bewohner vor den Tropenstürmen, die bis Ende November über das Land ziehen.

Washington. Zu Beginn der Hurrikansaison geht in den USA die Angst um: Experten sagen einen der bisher turbulentesten Sommer voraus, in dem mindestens ein halbes Dutzend Tropenstürme Orkanstärke erreichen und Gebiete von South-Carolina über Florida und die Karibik bis hin nach Texas heimsuchen könnten.

Nachdem im vorigen Jahr die stärksten Tropenstürme, vom US National Hurricane Center „Alex“, „Igor“ und „Karl“ benannt, von der Karibik an der US-Küste vorbeifegten und den größten Schaden in Zentralamerika anrichteten, wappnen sich Küstenbewohner wieder gegen die verheerenden Folgen.

Erwartet werden nämlich bis zu 18 Tropenstürme, von denen bis zu zehn Orkanstärke erreichen könnten. Als Gründe nennt das Amt für Ozeanografie und Wetter (NOAA) jene beunruhigenden Wettertrends, die schon seit dem Winter mehrere hundert Menschenleben forderten und Schaden in Milliardenhöhe angerichtet haben.

Es begann mit überdurchschnittlich starken Schneefällen und folglich nach Einsetzen des Tauwetters sowie starker Regenfälle im Frühjahr dem dramatischen Anstieg des Wasserstands im Mississippi und anderen Flüssen. Die anschließenden Überschwemmungen haben tausende von Häusern zerstört und ganze Ortschaften entlang den Ufern des Mississippi verwüstet.

„Dann kamen noch die Killertornados“ erklärt Meteorologe Martin Higgins. Allein in Joplin, Missouri forderte einer der Tornados mindestens 125 Menschenleben, die Stadt gilt als unbewohnbar, die Schäden sind immens.

In den potenziell betroffenen Gegenden laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Seit dem Hurrikan „Katrina“, der im August 2006 mehr als 1800 Todesopfer forderte und einen Schaden von 25 Milliarden Dollar anrichtete, wurden in New Orleans und dem Umland die Deiche und Dämme verstärkt.

Zudem haben US-Armee und Freiwillige beim Bau temporärer Siedlungen geholfen. In diese behelfsmäßigen Unterkünfte, oft bestehen sie aus Wohnwagen, sollen Menschen einziehen, die alles verloren haben. Von ihnen könnte es dieses Jahr viele geben.