Was Menschen aus Liebe so alles anstellen

Zum Valentinstag : Was Menschen aus Liebe so alles anstellen

Glaubt man Werbeprospekten, gehören vor allem Herzchen und Rosen zum Valentinstag, dem Festtag der Verliebten. Manchmal sind aber auch spektakulärere Liebesbeweise gefragt - wie etwa Strohballen oder ein gesäter Heiratsantrag im Feld.

Es geht um das Privateste im Leben, es geht um das, was zwei Menschen für einander empfinden. Doch manchmal muss es raus - die Liebe ruft dann nach großen, öffentlichen Gesten.

COVERBOY: Den Valentinstag 2016 hat ein verliebter Brite dazu genutzt, die Leserschaft des „Observer“ an seinen Gefühlen teilhaben zu lassen. Für das Titelblatt des Magazins ließ er sich auf Knien mit Verlobungsring ablichten und stellte damit die Frage: „Willst du mich heiraten, Katie?“ Die Auflösung twitterte er: „Sie hat Ja gesagt.“

DURCHSUCHUNG: Bei einer vermeintlich wegen Schmuggelverdachts angeordneten Lastwagendurchsuchung hat ein Erlanger Polizist im Juni 2019 seine Braut gefunden. Als er Kartons in dem Lkw wegstellte, wurde dahinter plötzlich seine Freundin sichtbar. Die junge Frau hatte sich mit dem Vorgesetzten des Polizisten und einem Radiosender verbündet, um ihrem Schatz im Laster die große Frage zu stellen. Die Antwort: „Ja, natürlich will ich dich heiraten!“

GEDULDSPROBE: Einen ganzen Winter hat ein junger Bauer in Bayern gewartet, bis er seiner Liebsten die Frage präsentieren konnte. Den XXL-Schriftzug „Mogst mi heiran?“ hatte er im Herbst 2018 in seinem Gerstenfeld ausgesät. Die Ernte: Getreide und das erhoffte Ja.

GROSSE BÜHNE: Deutschlands größte Silvesterparty wählte ein Verliebter, um vor Tausenden Zeugen auf der Bühne am Brandenburger Tor in Berlin seiner Partnerin einen Heiratsantrag zu machen. Sein Mut wurde belohnt - sie sagte zum Start in die 20er Jahre Ja.

KEIN STROHFEUER: Mit 150 gepressten Strohballen hat ein verliebter Landwirt aus Oberbayern um seine Braut geworben. „Willst mich heiraten“, stapelte und buchstabierte er 2009 auf seinem Feld. Wer kann dazu schon Nein sagen?

DACHSCHADEN: Mit einem Autokran wollte sich ein Niederländer 2014 im Garten seiner Liebsten absetzen lassen. Doch ehe er um ihre Hand anhalten konnte, kippte der Kran mit Getöse auf das Nachbarhaus. Sechs Wohnungen mussten evakuiert werden, zum Glück wurde niemand verletzt. Die Angebetete sagte trotzdem Ja.

IM SIEBTEN HIMMEL: „Liebe Passagiere, Sie sind Zeugen eines sehr wichtigen Moments“, sagte im August 2014 ein Pilot auf einem türkischen Inlandsflug. Dann folgte kein Sicherheitshinweis, sondern eine Durchsage an die mitreisende Freundin: „Vor den Wolken, den Vögeln und dem Himmel bitte ich dich, jede Sekunde meines Lebens mit mir zu verbringen. Willst du mich heiraten?“ Er kam in die Kabine, sie säuselte Ja, und die gerührten Passagiere applaudierten.

METTBRÖTCHEN: Der Einstieg war schon mal ungewöhnlich: „Ich wollte fragen, ob ich dich ein Leben lang mit Mettbrötchen versorgen darf?“, eröffnete ein junger Feuerwehrmann seiner Freundin. Dass er sich per Drehleiter von seinen Kameraden an ihr Fenster im Dachgeschoss im hessischen Friedrichsdorf hatte kurbeln lassen, machte womöglich noch mehr Eindruck. Die Feuerwehr gratulierte mit einem Video auf Facebook „zum gelungenen Heiratsantrag“.

(dpa)