USA sind nicht das Imperium: Obama baut keinen „Todesstern“

USA sind nicht das Imperium: Obama baut keinen „Todesstern“

Washington. Die US-Regierung unter Präsident Barack Obama hat sich gegen den Bau einer gigantischen Raumstation nach dem Vorbild des planetenzerstörenden „Todessterns“ aus der „Star Wars“-Filmreihe ausgesprochen.

In einer Onlinepetition an die Regierung hatten zuvor mehr als 34 000 US-Bürger für das Jahr 2016 die Konstruktion der Kampfstation gefordert. Durch den Bau, so die Petition, würden Arbeitsplätze geschaffen, der technologische Fortschritt und die Erkundung des Weltalls beschleunigt und — nicht zuletzt — auch die nationale Verteidigung der USA verstärkt.

Alles solide Argumente, befindet Paul Shawcross, Zuständiger für Wissenschaft und Weltraum im Stab von Präsident Obama in einer Antwort an die Unterzeichner. Trotzdem wird Darth Vader seinen Planetenkiller nicht bekommen. Der Bau der Station sei mit einem geschätzten Preis von 850 Billiarden US-Dollar schlicht zu teuer. Man arbeite ja schließlich gerade hart daran, das Finanzdefizit zu bekämpfen. Und da wäre der Bau einer Kampfstation, die — „Krieg der Sterne“ lässt grüßen — wegen einer elementaren Schwachstelle durch ein kleines Kampfraumschiff zerstört werden könne, bloß Verschwendung. Außerdem halte die Regierung nichts von der Zerstörung ganzer Planeten, so Shawcross.

Es gebe da allerdings schon etwas im Erdorbit. „Das ist kein Mond, sondern eine Raumstation“, schreibt er in Anspielung auf eine Szene aus „Krieg der Sterne“ — die Raumstation ISS. Des weiteren habe die Menschheit bereits Roboter, mit Lasern ausgestattete Sonden auf anderen Planeten, zwei Raumfahrzeuge außerhalb des Sonnensystem und eine aufstrebende Raumfahrtindustrie. „Wir leben bereits in der Zukunft“, so Shawcross. „Genießen Sie es.“

Er rät den Unterzeichnern, ihre Begeisterung für Science-Fiction und das Weltall doch mit einer Karriere in den für den Fortschritt der USA wichtigen Branchen Naturwissenschaft und Technologie auszuleben. „Wenn Sie das tun“, schreibt Shawcross, „wird die Macht mit uns sein“.