Unwetter in NRW vergrößert Probleme für Bauern und Tiere

Unwetter in NRW vergrößert Probleme für Bauern und Tiere

Münster/Koblenz. Der für Donnerstag angekündigte Starkregen mit Sturm und Hagel könnte die Probleme der Bauern und Tiere in Nordrhein-Westfalen verschärfen. Das Wetter könnte die noch lebenden Pflanzen weiter kaputt machen, sagte Bernhard Rüb von der Landwirtschaftskammer NRW am Mittwoch.

Vor allem das Tierfutter werde nach der Trockenheit langsam knapp. Auch für Fische in kleineren Gewässern wie Teichen oder Bächen mit geringer Fließgeschwindigkeit seien heftige Schauer laut der Bundesanstalt für Gewässerkunde ungünstig.

Wenn Regen die Kanalisationen überflute, würden viele organische Substanzen wie Laub in die kleineren Gewässer gespült werden, erklärte ein Experte der Bundesanstalt. Diese verbrauchen Sauerstoff, den das warme Wasser momentan nur schwer aufnehmen könne. Schon jetzt sei das Fischsterben „mehr als dramatisch“, sagte ein Sprecher des Landesfischereiverbands Westfalen und Lippe.

Laut Rüb seien die Probleme in der Landwirtschaft nach einem Tag Regen nicht gelöst. Es müsse schon zwei Wochen regnen, damit die staubtrockenen Böden bei den aktuellen Verdunstungsraten wieder normale Feuchtigkeit erreichen. Und der erwartete Starkregen mit Hagel und Sturm zerstöre die ohnehin schon angeschlagenen Pflanzen weiter. Dicke Tropfen oder Hagelkörner machen zum Beispiel die Blätter der Zuckerrüben kaputt, sagte Rüb. Auch Äpfel könnten nicht mehr verkauft werden. dpa

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