„Tag der offenen Moschee“: Muslime laden ein zum Dialog

250 NRW-Gemeinden dabei : „Tag der offenen Moschee“: Muslime laden ein zum Dialog

Am „Tag der offenen Moschee“ wollen die Muslime über ihre Religion informieren und mit Nichtmuslimen ins Gespräch kommen. In diesem Jahr wollen die Moscheegemeinden auch über „Heimat“ sprechen.

Am Tag der Deutschen Einheit laden viele muslimische Gemeinden wieder zu einem „Tag der offenen Moschee“ ein. Sie wollen dabei über den Islam informieren und den Dialog mit Nichtmuslimen fördern. Laut Veranstaltungs-Homepage nehmen bundesweit rund 1000 Gemeinden teil, darunter rund 250 in Nordrhein-Westfalen. Organisator ist der Koordinationsrat der Muslime (KRM), in dem sechs Islamverbände vertreten sind. Bundesweit werden etwa 100 000 Besucher erwartet.

2019 steht der Tag der offenen Moschee unter dem Motto „Menschen
machen Heimat/en“. „Seitens der Politik wird der Heimatbegriff
zunehmend mit der geografischen Herkunft, Zugehörigkeit
mit ethnischer Abstammung verknüpft“, teilte der KRM im Vorfeld mit. In Teilen der Gesellschaft und Politik habe dies einen höchst ausgrenzenden Charakter angenommen, bemängelte der Rat. Der Begriff Heimat dürfe jedoch nicht zur Abgrenzung, Diskriminierung und
Beschneidung von Grund- und Menschenrechten verwendet werden.

Der Tag der offenen Moschee findet seit 1997 jährlich am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, statt. In Deutschland gab es 2016 nach Schätzungen des Bundestags zwischen 2600 und 2700 Moscheen.

(dpa)
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