„Streit gehört zu einer Beziehung“

„Streit gehört zu einer Beziehung“

Sky und Mirja du Mont sprechen über die Liebe im Allgemeinen und ihre zehnjährige Ehe im Besonderen.

Herr und Frau du Mont, angenommen, Sie beide hätten sich kurz vor diesem Interview heftig gestritten - würde ich das jetzt merken?

Sky du Mont: Nein, das würden Sie nicht merken. In einer guten, intensiven Beziehung, wie wir sie führen, ist ein Streit zwar eine Irritation, aber er geht nicht wirklich tief. Er ist ziemlich schnell wieder vergessen.

Sky du Mont: Stimmt, ich bin nachtragender. Das können Sie ruhig schreiben!

Sky du Mont: Der Begriff Kampf ist vielleicht etwas übertrieben. Aber was sich nah ist, reibt sich. Nur Menschen, die nicht alles miteinander teilen, streiten nie.

Mirja du Mont: Es gehört mit dazu. Ich streite mich ja auch mal mit meiner besten Freundin oder mit meinen Kindern.

Mirja du Mont: Über die Unordnung. Obwohl ich da ehrlich gesagt nicht besser bin.

Sky du Mont: Es gibt schon mal Ärger, wenn sie frech sind - was sie hauptberuflich sind. Aber das ist ja auch gut so. Schließlich sollen aus ihnen mal Erwachsene werden, die sich nicht unterbuttern lassen.

Mirja du Mont: Wenn sie nach uns kommen, lassen sie sich bestimmt nicht unterbuttern.

Sky du Mont: Ich habe damals einen Menschen gesehen, der mich dazu gebracht hat, diesen Schritt zu wagen. Und es war gut so, wie man heute sehen kann: Wir sind seit elfJahren zusammen. Altersunterschied sollte man nicht in Jahren, sondern in Reife messen: Ich bin viel unreifer als meine Frau.

Mirja du Mont: Bei mir waren alle begeistert. Meine Mutter hat direkt gefragt, ob Sky auch eine Jeans habe, weil sie ihn aus Serien wie "Derrick" nur super-schick mit Anzug kannte. Im Umfeld meines Mannes war es schwieriger.

Sky du Mont: Ja, in meinem Bekanntenkreis gab es Probleme. Viele Männer hatten Neidgefühle, viele Frauen kamen mit der deutlich Jüngeren an meiner Seite nicht klar, sie hatten Angst.

Mirja du Mont: Das typische Zitat einer seiner Bekannten lautete: "Wenn das alle Männer so machen würden..."

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