Gefährlicher „Reichsbürger“ gefasst Spanische Polizei nimmt deutschen Neonazi auf Mallorca fest

Madrid · Der 28-Jährige gehört zu den rechtsextremen „Reichsbürgern“ und gilt als sehr gefährlich. Zudem soll er im Februar versucht haben, einen Bombenanschlag in Bayern zu verüben.

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Foto: dpa/Patrick Seeger

Ein in Deutschland gesuchter Neonazi ist von der spanischen Polizei auf Mallorca festgenommen worden. Nach Polizeiangaben vom Donnerstag gehört der 28-Jährige zur rechtsextremen Gruppe der "Reichsbürger" und gilt als sehr gefährlich. Er soll im Februar versucht haben, einen Bombenanschlag in Burglengenfeld in Bayern zu verüben.

Der Mann habe sich die meiste Zeit in einer Luxusvilla auf Mallorca versteckt, um nicht aufgespürt zu werden, teilte die Polizei weiter mit. Letztlich sei es aber gelungen, ihn zu fassen, als er den Müll hinaus brachte. Er wurde dem Nationalen Gerichtshof vorgeführt, der in Spanien für schwere Straftaten zuständig ist. Nun soll er an die deutschen Behörden übergeben werden.

Die deutsche Polizei verdächtigt den 28-Jährigen, im Februar im bayrischen Ort Burglengenfeld eine selbstgebaute Bombe deponiert zu haben. Da ein Anwohner rechtzeitig die Polizei rief, konnte eine Explosion verhindert werden.

Die "Reichsbürger" sind eine rechtsextreme Bewegung, die die Bundesrepublik, ihre Gesetze und Institutionen nicht anerkennt. Stattdessen gehen ihre rund 20.000 Mitglieder von einem Fortbestand des Deutschen Reichs aus. Im Oktober 2016 hatte ein "Reichsbürger" in Bayern einen Polizisten erschossen. Er wurde dafür später zu lebenslanger Haft verurteilt.

(AFP)
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