Solingen: Trio verletzt Autofahrer mit Baseballschlägern

Solingen: Trio verletzt Autofahrer mit Baseballschlägern

Täter flüchten mit Wuppertaler Kleinwagen. Polizei kann Verdächtige ermitteln.

Solingen. Mit kaum vorstellbarer Brutalität wurden Montagabend die beiden Insassen eines Autos auf der Schlagbaumer Straße von drei Männern attackiert. Die Bilanz: Ein erheblich verletzter Autofahrer (31) aus Solingen, ein völlig demolierter Audi und ein beschädigter BMW eines Solingers.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei hatte sich kurz nach 19 Uhr auf der zu diesem Zeitpunkt im Berufsverkehr vielbefahrenen Hauptverkehrsstraße eine Gewaltattacke abgespielt, die — so ein Augenzeuge — ihn „an übelste Szenen eines Gewaltfilmes“ erinnerte.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei musste der 31-Jährige seinen Wagen auf der Fahrt von Central Richtung Innenstadt in Höhe des Mercedes-Autohauses vor der roten Ampel an der Einmündung Alleestraße anhalten. In diesem Moment stiegen aus einem nachfolgenden Kleinwagen der französischen Marke Citroën mit Wuppertaler Kennzeichen drei Männer aus, die mit Baseballschlägern bewaffnet waren.

Sie liefen sofort zu dem Audi und schlugen mit den Knüppeln zunächst auf den Wagen ein. Der wurde schwer beschädigt. Dabei ging die Windschutzscheibe ebenso zu Bruch wie das Fenster an der Fahrerseite. Der Gesamtschaden an dem Fahrzeug wird auf mehr als 4000 Euro geschätzt.

Sodann attackierte das Trio auch die beiden Insassen des Autos. Dabei wurde der 38-jährige Beifahrer offensichtlich nur leicht durch Glassplitter verletzt, während der Fahrer unter anderem eine blutende Stirnverletzung und weitere Blessuren am Kopf davontrug.

Während dieser Attacke rollte der Audi auf den davor stehenden BMW eines Solingers, so dass auch dieser beschädigt wurde (Schadenshöhe: rund 1000 Euro). Daraufhin liefen die drei Täter wieder zu ihrem silbergrauen Wagen zurück und flüchteten über die Alleestraße in Richtung Lützowstraße.

Der verletzte Audi-Fahrer wurde mit einem Rettungswagen ins Klinikum gebracht, wo er mit Verdacht auf eine schwere Gehirnerschütterung stationär verblieb.

Obwohl Passanten sofort die Polizei alarmierten, die mit fünf Funkwagen zum Tatort nach Gräfrath ausrückte, konnte der Fluchtwagen mit den Tätern nicht gefunden werden. Auch diverse Wuppertaler Funkstreifen waren in die Fahndung eingebunden. Erst in der Nacht gelang es der Polizei, drei Tatverdächtige festzunehmen. Die Männer schweigen bislang zu den Vorwürfen. Zwischen den mutmaßlichen Angreifern und dem Fahrer des Audi besteht laut Polizei ein verwandtschaftliches Verhältnis.