Herne: Protest gegen Ponyreiten auf dem Cranger Weihnachtszauber angekündigt

Herne : Protest gegen Ponyreiten auf dem Cranger Weihnachtszauber angekündigt

Am Donnerstag startet die Weihnachtskirmes in Herne. Es wird auch ein Ponykarussell geben. Aktivisten haben Demonstrationen gegen den Betrieb angekündigt.

Am Donnerstag startet in Herne der „Cranger Weihnachtszauber“. Auf der Adventsvariante der Cranger Kirmes wird es neben Glühweinbuden und Attraktionen wie einem Riesenrad oder einem Kettenkarussell auch das Pony-Karussell von Stefan Kaiser geben. Kaiser hat 14 Ponys und einen Esel, auf denen Kinder in einer Manege im Kreis reiten dürfen. Nun haben Tierschützer mindestens vier Demonstrationen gegen das Geschäft angekündigt.

Das Streetteam Recklinghausen der Tierrechtsorganisation Peta Zwei plane jeweils jeweils für die Sonntage 1. Dezember, 8. Dezember, 15. Dezember und den 22. Dezember die Aktionen, berichtet die WAZ.

Im Internet wurde eine Petition unter dem Titel „Kein Ponykarussell auf dem Cranger Weihnachtszauber!“ gestartet. Am Donnerstagmorgen haben über 10000 Personen die Forderung unterzeichnet. Die Petition richtet sich gezielt an den Veranstalter des Cranger Weihnachtszaubers Sebastian Küchenmeister und die Stadt Herne. In der Beschreibung heißt es „Pferde sollten nicht stundenlang stupide im Kreis zur Belustigung von Menchen rumlaufen müssen.“ Und weiter: „Schade, dass die Stadt Herne sich nicht generell gegen solche "Attraktionen" verweigert. Auch wenn es vom Veterinäramt eine Freigabe gibt.“ Das Reiten bei einem Ponykarussel habe nichts mit dem "Zauber" von Weihnacht zu tun.

Um dem Ponyreiten von Stefan Kaiser gab es auf der Sprödentalkirmes in Krefeld hitzige Diskussionen. 2018 kam es zu einem Gerichtsprozess. Nachdem die Stadt Krefeld versucht hatte, das Ponyreiten auf der Frühjahrskirmes zu unterbinden, ging der Tierlehrer gerichtlich gegen das Verbot vor. Mit Erfolg. Das Verwaltungsgericht in Düsseldorf entschieden damals für das Ponykarussell.

Auch in Krefeld kam es über Jahre regelmäßig zu Protestaktionen und Demonstrationen von Tierschützern, aber auch zu Gegendemonstrationen von Schaustellern.

(red)
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