Probleme bei U-Bahn-Bau verheimlicht

Probleme bei U-Bahn-Bau verheimlicht

Eigene Verwaltung ließ Kölns OB Schramma im Ungewissen. Personelle Konsequenzen angekündigt.

Köln.Schon Monate vor dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs hat es an der späterenUnglücksstelle einen Wassereinbruch gegeben. Bei Baustellenbesprechungen warvon einem "hydraulischen Grundbruch im September" und vonWasserdurchlässigkeiten bei Schlitzwänden die Rede, wie die Stadt am Wochenendemitteilte.

NachBekanntwerden der brisanten Protokolle hat Schramma die Kölner Verkehrsbetriebeals Bauherr der U-Bahn aufgefordert, bis Montag alle "relevanten Bauprotokolleund Sachverhalte" über Zwischenfälle beim Bau der vier Kilometer langen Trasseoffen zu legen. Anschließend müssten diese Dokumente von einem unabhängigenGutachter überprüft werden.

"Ich fordere Sie auf, mit einer offensivenInformationspolitik für Transparenz und Aufklärung zu sorgen und alles zuunternehmen, das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen", heißt es im Schreibendes OB an den KVB-Vorstand.

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