1. Panorama

Mysteriöse Männer kommen bei Frauen besonders gut an

Mysteriöse Männer kommen bei Frauen besonders gut an

Um das Interesse einer Frau zu wecken, sollten Männer beim ersten Kennenlernen nicht zu viel verraten.

Düsseldorf. Männer, die kaum etwas über sich preisgeben und auf unnahbar machen, haben es heutzutage schwer. Denn von modernen Männern wird eine gewisse Transparenz erwartet. Zumindest dann, wenn sie bereits liiert sind.

Doch sofern sie überhaupt erst eine Beziehung anbahnen wollen, sollten sie, wie eine amerikanische Studie jetzt ermittelte, eher mit verdeckten Karten spielen.

Ein Forscherteam der University of Virginia zeigte 47 jungen Frauen im Sozialen Internet-Netzwerk Facebook das Profil von vier Männern, die ihrerseits wiederum, so die Behauptung der Psychologen, bereits die Facebook-Profile der Probandinnen studiert hätten.

Einem Teil der Frauen wurde nun erzählt, dass die Männer ihr Profil als sehr anziehend eingestuft hätten, während eine andere Gruppe damit konfrontiert wurde, dass man sie als nur mäßig attraktiv eingestuft hätte. Einer dritten Gruppe wurde mitgeteilt, dass man keine Aussage darüber machen dürfte, wie gut sie bei den Männern angekommen wären.

Anschließend sollten die Frauen entscheiden, ob sie sich mit den Männern zu einem romantischen Date verabreden würden. Die Ergebnisse waren eindeutig: Jene Frauen, die angeblich von den Männern abgelehnt worden waren, wollten sich mit denen auch nicht mehr treffen. Was auf der Hand liegt, denn was soll eine Verabredung mit jemandem bringen, der einen nicht mag?

Hatten die Männer hingegen ein positives Urteil gefällt, konnten sich die Frauen durchaus ein Date mit ihnen vorstellen. Was ja, wie Studienleiterin Erin Whitchurch erläutert, ebenfalls naheliegend ist, „denn wir fühlen uns nun einmal bei Bewunderern besonders gut aufgehoben“.

Am größten jedoch war die Bereitschaft zum Treffen, wenn die Frauen nicht wuss-ten, ob die Männer sie mochten oder eben nicht.

Der Grund: Die Ungewissheit sorgt dafür, dass die Frauen über seine An- und Absichten spekulieren und grübeln („Mag er mich, oder mag er mich nicht?“). „Und diese gedankliche Dauerbeschäftigung interpretieren sie dann als Interesse“, so Whitchurch. Nach dem Muster: Ich muss ihn wohl mögen, denn sonst würde ich nicht so viel an ihn denken.

Eine eigentümliche Logik, die aber letztlich bedeutet: Ungewissheit erhöht die erotische Anziehungskraft. Wenn also ein Mann bei einer Frau landen will, sollte er sie beim ersten Treffen im Unklaren über seine Absichten lassen — denn das erhöht anscheinend seine Chancen auf ein zweites Date.