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Mann auf Gleise gestoßen: drei Jahre Haft

Mann auf Gleise gestoßen: drei Jahre Haft

Bochum (dpa). Das Bochumer Landgericht hat einen 29-Jährigen Mann zu drei Jahren Haft verurteilt, der im Bochumer Hauptbahnhof einen wartenden Fahrgast auf die Gleise gestoßen hatte.

Das Opfer zog sich bei dem Sturz Trümmerbrüche an beiden Schienbeinen zu. Passanten konnten den 50-jährigen Herner gerade noch vor einer einfahrenden S-Bahn zurück auf den Bahnsteig heben. Der Mann sitzt bist heute im Rollstuhl.

Der stark alkoholisierte 29-Jährige hatte auf dem Bahnsteig gebettelt und wurde von seinem Opfer abgewiesen. Aus Wut habe er sein Opfer auf die Schienen gestoßen. Richter Carsten Schwadrat warf dem Angeklagten am Donnerstag bei der Urteilsverkündung vor, fast den Tod eines Menschen verursacht zu haben. Das Urteil lautete auf Körperverletzung.

Der Angeklagte akzeptierte außerdem die Zahlung von 15 000 Euro Schmerzensgeld. Einen Teil der Haftstrafe muss der 29-Jährige wegen seiner Alkohol- und Drogensucht in einer geschlossenen Therapieeinrichtung verbringen.