DNA-Untersuchung: Keine Bestätigung für vermeintlichen Wolfsbiss in Niedersachsen

DNA-Untersuchung : Keine Bestätigung für vermeintlichen Wolfsbiss in Niedersachsen

Der Vorfall sorgte in einem kleinem Dorf in Niedersachen für Wirbel. Ein Mann wurde angeblich von einem Wolf gebissen. Daraufhin wurden sieben Proben von Tierhaaren genommen. Jetzt steht das Untersuchungsergebnis fest.

Rund eine Woche nach einem vermeintlichen Wolfsbiss in Niedersachsen hat eine DNA-Untersuchung keine Bestätigung erbracht, dass es sich um solch ein Raubtier handelte. Die sieben Proben von Tierhaaren, des Pullovers des Angegriffenen und eines Hammers, mit dem der mutmaßliche Wolf abgewehrt wurde, seien keinem Wolf zuzuordnen, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums am Dienstag in Hannover.

Auf dem Hammer fanden Experten Rehhaare. Weitere Haarproben und DNA-Spuren an der Kleidung stammten von Katzen und einem Hund. Es hätten sich keine Nachweise auf einen Wolf ergeben, erklärte das niedersächsische Umweltministerium.

"Wir hatten uns Klarheit erhofft, ob Hund oder Wolf Verursacher waren, um zielgerichteter agieren zu können", erklärte Umweltminister Olaf Lies. Er habe sich ein anderes Ergebnis der Tests gewünscht.

Wären Wolfsspuren festgestellt worden, sei eine Tötung "unumgänglich" gewesen, erklärte Lies. Er habe den Behörden den Auftrag gegeben, mehr Informationen über das "in der Gegend ansässige Rudel" zu bekommen. Er nehme die Aussagen des Betroffenen "sehr ernst".

Der vermeintliche Wolfsangriff in Bülstedt im Landkreis Rotenburg am vergangenen Dienstag hatte für viel Wirbel gesorgt. Ein Wolf soll nach der Hand eines 55-jährigen Gemeindemitarbeiters geschnappt haben, der am Zaun einer Grünanlage arbeitete, wie die Polizei damals berichtete. Nach Aussage des Manns hätten weitere drei Wölfe eines Rudels dies beobachtet.

Nach dem Vorfall am Friedhof des Bülstedter Ortsteils Steinfeld, einem kleinen Dorf etwa 35 Kilometer nordwestlich von Bremen, wurden umgehend zwei Mitarbeiterinnen des Wolfsbüros zur Aufklärung vor Ort geschickt.

(AFP)
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