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Tim Mälzer macht den „Ernährungs-Check“

Tim Mälzer macht den „Ernährungs-Check“

Hamburg (dpa) - Fast Food, Hausmannskost oder Mediterranes: TV-Koch Tim Mälzer (40) hat für die ARD den „Ernährungs-Check“ gemacht.

45 junge, gesunde Männer teilte er für die 45-minütige Dokumentation in drei Gruppen ein, in denen sie sich zwei Wochen lang jeweils ausschließlich von leichter, vitaminreicher Kost, deftiger Hausmannskost oder Burgern und Co. ernährten - bei gleicher Kalorienaufnahme. „Der Ernährungs-Check“ ist am 27. Februar (20.15 Uhr) in der ARD zu sehen. Im Anschluss wird Frank Plasberg in „Hart aber fair“ über das Thema diskutieren.

Unterstützt hat den Test die Universitätsklinik Heidelberg. Zunächst bekamen alle Männer zwei Wochen lang die gleichen Speisen, dann wurden ihre Blutwerte ermittelt und die Einteilung in Gruppen vorgenommen. Die am Ende gemessenen Blutwerte hätten zur Überraschung Mälzers und der Autoren keinerlei Abweichungen gezeigt - unabhängig von Vitamin-, Fett- oder Ballaststoffgehalt der Nahrung, berichtete Mälzer am Donnerstag in Hamburg. „Was ist wirklich gesund?“ wollte der TV-Koch wissen. Die Erkenntnis des Films: „Iss alles, was Du willst, aber nicht zu viel davon!“

Untersucht wurde das Blut der Männer auf Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauferkrankung und Diabetes sowie auf die Versorgung mit Vitaminen. Prof. Peter Nawroth vom Uniklinikum Heidelberg, der die Studie begleitete, sah seine These bestätigt: Zufriedenheit und Stressbewältigung sind bei der Prävention von Herzkrankheiten und Diabetes entscheidender als vermeintlich gesunde Ernährung. Dass die Blutwerte letztlich keine Abweichungen zeigten, sollte nach seiner Ansicht kein Freibrief sein. Es sei klar, dass übermäßige Kalorien- und Fettzufuhr das Risiko für derartige Erkrankungen erhöhten.

Man müsse nicht gleich Ernährungswissenschaften studieren, sagte Mälzer. „Wenn ich zu viel wiege, muss ich mich mehr bewegen und weniger Kalorien zu mir nehmen“, meinte der Hamburger, der am Sonntag 41 Jahre alt wird. „Bei mir gehören immer noch der Burger oder die Ravioli aus der Dose, die ich gerade gestern Abend wieder an der Tanke gekauft habe, dazu.“