„Star Wars“-Fan-Film: Shawn Bu: „Es gibt Anfragen aus L.A.“

„Star Wars“-Fan-Film: Shawn Bu: „Es gibt Anfragen aus L.A.“

Shawn Bu hat für seine Bachelorarbeit einen „Star Wars“-Fan-Film gedreht. Auf Youtube wird das Video in der ersten Woche mehr als fünf Millionen Mal angeklickt. Sogar Hollywood soll schon auf den Absolventen aus Aachen aufmerksam geworden sein.

Aachen (dpa) - Schon in der Grundschule war Shawn Bu „Star Wars“-Fan - mit einem an die Saga angelehnten Fan-Film hat er jetzt innerhalb weniger Tage mehr als fünf Millionen Klicks bei Youtube erreicht. Dabei drehte der 29-Jährige aus Aachen den Film ursprünglich für seine Bachelorarbeit. Bu sagte der Deutschen-Presse Agentur im Interview: „Es gibt schon einige Anfragen aus Los Angeles.“

Wie kommt ein Student aus Aachen darauf, einen „Star Wars“-Film zu drehen?

Shawn Bu: Ich bin ein riesen „Star Wars“-Fan. „Star Wars“ ist meine Inspiration, warum ich mich fürs Filmemachen interessiert habe - schon seit der Grundschulzeit. Ich habe damals mit meinem Bruder Julien Bam auch einen Lichtschwertkampf gedreht. Natürlich sehr amateurhaft, aber immerhin. Vi-Dan und ich hatten dann irgendwann die Idee, das noch mal zu machen. Wir haben absoluten Respekt vor dem, was George Lucas dort geschaffen hat, und wollten zeigen: Was kann man noch aus dieser „Star Wars“-Welt machen? Wir haben versucht, es so zu machen, dass man denkt: Es könnte wirklich ein Teil der Geschichte sein.

Der Film hat sich schnell im Internet verbreitet - werden Sie noch einen „Star Wars“-Film drehen?

Shawn Bu: Die Resonanz ist echt enorm. Damit hatten wir so nicht gerechnet. Am liebsten würde ich natürlich einen „Star Wars“-Film fürs Kino drehen. Aber ich glaube nicht, dass ich so ein Projekt mit so viel Eigenkapital direkt wieder angehen werde. Es gibt schon einige Anfragen aus Los Angeles - das schauen Vi-Dan und ich uns erst mal an.

Was halten Sie von den neuen „Star Wars“-Filmen?

Shawn Bu: Zum siebten Teil habe ich gemischte Gefühle. Die Charaktere finde ich schon sehr cool. Ray erinnert mich sehr an unsere Protagonistin - und das, obwohl wir vorher ja nicht wussten, was J.J. Abrams plant. Die Kameraarbeit von Abrams war auch sehr schön. Sehr enttäuschend war aber tatsächlich, dass der Film so viele inhaltliche Elemente aus den alten Filmen wiederholt und sich wie ein Remake anfühlte.

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