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Nach Weidel-Beschimpfung: Farid Bang soll Unterlassungserklärung unterschrieben haben

Nach Weidel-Beschimpfung: Farid Bang soll Unterlassungserklärung unterschrieben haben

Berlin. Rapper Farid Bang hat die AfD-Politikerin Alice Weidel in einem neuen Songtext beschimpft und bedroht - die Politikerin prüfte zunächst rechtliche Schritte gegen den Musiker und erstattete dann Anzeige.

Der 31-Jährige hatte auf Instagram einen rund 20 Sekunden langen Song-Ausschnitt veröffentlicht, in dem er Weidel unter anderem als "Nazi-Bitch" bezeichnet und droht, ihr das Nasenbein zu brechen.

Bang und sein Rap-Partner Kollegah waren im April trotz von vielen als antisemitisch empfundener Textzeilen mit dem Echo ausgezeichnet worden. Die Debatte um heftig kritisierte Textzeilen wie "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" hat Bang und Kollegah die Zusammenarbeit mit ihrer Plattenfirma gekostet: Ende April gab die Bertelsmann Music Group bekannt, sich von den beiden Rappern getrennt zu haben.

Weidel hatte damals getwittert, Bang sei "nichts weiter als ein asozialer Marokkaner" - eine Anspielung auf dessen Song "Asozialer Marrokaner". Der Musiker hat marokkanische Wurzeln, wurde aber in Spanien geboren und lebt seit seiner Kindheit in Deutschland.

Wie der Anwalt der AfD-Politikerin mitteilt, habe Bang nun eine Unterlassungserklärung unterzeichnet. Zusätzlich soll der Rapper laut ihm eingewilligt haben eine Vertragsstrafe zu bezahlen, sollte er die streitigen Äußerungen erneut machen oder verbreiten. Der 31-jährige Rapper werde auch die Kosten für die Abmahnung in Höhe von mehreren Tausend Euro übernehmen müssen. dpa/red