ARD-Serie „Lindenstraße“ wird eingestellt - Fans starten Petition

Serien-Aus : ARD beendet Kultserie „Lindenstraße“ - Fans starten Petition

Die „Lindenstraße“ wird demnächst nicht mehr im deutschen Fernsehen zu sehen sein. Die Fans laufen Sturm gegen das Aus der Kultserie.

Die Fernsehserie „Lindenstraße“ wird nach gut 34 Jahren beendet. Die Fernsehprogrammkonferenz der ARD habe sich
mehrheitlich gegen eine Verlängerung des Produktionsvertrags entschieden, teilte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) am Freitag in Köln mit. Die letzte Folge soll im März 2020 im Ersten zu sehen sein.

Kaum ist die Nachricht vom Serien-Aus in der Welt, melden sich die Fans: „Die Lindenstraße darf nicht sterben!“, schreibt einer auf der offiziellen Facebook-Seite. „Lindenstraße ist Kult im deutschen Fernsehen, aktuell, politisch. Und darf nicht abgesetzt werden!“, fordert eine Zuschauerin der ersten Stunde. Am Freitagabend haben den Beitrag der Lindenstraße schon fast 3000 Facebook-Nutzer kommentiert.

Und die Anhänger der Kultserie gehen noch weiter - auf change.org wurde kurz nach der Nachricht vom Aus eine Petition an die ARD eingestellt. Bis Freitagband hatten sich hier immerhin schon 816 Menschen beteiligt. „Eine Kultserie kann man nicht einfach so einstellen. Diese Serie behandelt die wichtigen Themen und begleitet viele seit Jahren“, schreibt die Initiatorin der Petition.

Die „Lindenstraße“ sei eine Ikone im deutschen Fernsehen, sagte der Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehens, Volker Herres. „Doch wir müssen nüchtern und mit Bedauern feststellen: Das Zuschauerinteresse und unsere unvermeidbaren Sparzwänge sind nicht vereinbar mit den Produktionskosten für eine solch hochwertige Serie.“

Ein Bild aus frühen «Lindenstraßen»-Tagen - Helga Beimer (Marie-Luise Marjan) mit ihrem ersten Mann Hans (Joachim Hermann Luger) im Jahr 1984. Foto: dpa/Fotoreport

Die Lindenstraße läuft seit 1985 wöchentlich. Hunderte Schauspieler und Zehntausende Komparsen waren bisher zu sehen. Die Außenkulisse der „Lindenstraße“ ist 150 Meter lang und befindet sich auf dem WDR-Gelände in Köln-Bocklemünd. Für die Dreharbeiten stehen ständig 100 000 Requisiten zur Verfügung.

WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn sagte: „So sehr der Abschied auch schmerzt, können doch alle Beteiligten sehr stolz sein, denn sie haben mit der "Lindenstraße" geschafft, was keiner anderen deutschen Serie gelungen ist: über Generationen hinweg mitten aus dem Alltag der Menschen heraus große gesellschaftliche und politische Themen abzubilden.“

(dpa)
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