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Flut-Folgen und Corona-Maßnahmen: Das sind Preisträger des NRW-Pressefotos 2021

Flut-Folgen und Corona-Maßnahmen : Das sind Preisträger des NRW-Pressefotos 2021

Unfassbare Gewalt und Zerstörung durch die Unwetterkatastrophe, den Kampf gegen die Corona-Pandemie, oder Bilder der Bundestagswahl. Diese und andere Momente, Geschichten und Emotionen lieferten Pressefotografen - zu den ausgezeichneten Bildern.

 „Er-schöpft“ lautet der Titel des NRW-Pressefotos 2021. Benjamin Westhoff machte das Bild im Juli nach der Flutkatastrophe in Bad Münstereifel. Es zeigt einen Mann, der Schlamm aus dem Kellerfenster seines Hauses schöpft. Der Sieger des Wettbewerbs wurde ebenso wie die Zweit- und Drittplatzierten sowie der Träger des Nachwuchspreises heute im Landtag ausgezeichnet. Die einschneidende Unwetterkatastrophe bildet sich auch stark im Jahresrückblick der Ausstellung ab, die der Präsident des Landtags, André Kuper, am Montag eröffnete: 13 der 35 Fotos sind in den Flutgebieten in Nordrhein-Westfalen entstanden. Ein weiteres Thema, das den Wettbewerb wieder prägte, war die Corona-Pandemie.

Zum vierten Mal hatte der Landtag Nordrhein-Westfalen den Journalistenpreis ausgeschrieben: 79 Fotografinnen und Fotografen reichten insgesamt 349 Bilder ein. Davon bewarben sich fünf Journalistinnen und Journalisten mit 21 Fotos um den Nachwuchspreis (bis 30 Jahre). Mit Unterstützung der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West wurden in diesem Jahr insgesamt Preisgelder in Höhe von 19.000 Euro vergeben. Alle Fotos sind zwischen November 2020 und Oktober 2021 entstanden.

 Eine durch den Landtag benannte Jury wählte auf den zweiten Platz ein Bild von Sascha Schürmann. Er fotografierte den Nobelpreisträger für Chemie, Benjamin List, der von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Max-Plancks-Instituts in Mülheim an der Ruhr beglückwünscht wurde. Platz Drei ging an Bernd Thissen, der den neuen Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst bei der seiner Wahl zum Landesvorsitzenden der CDU in Bielefeld fotografierte.

 Der Nachwuchspreis wurde erstmalig durch eine Publikumswahl ermittelt: Es gewann Leon Kügeler mit einem Foto eines Zahnarztbesuches in Corona-Zeiten. Die Jury hatte zuvor zwei Bilder ausgewählt, zwischen denen dann die Öffentlichkeit abstimmen konnte.

 Die Ausstellung der 35 Fotos, die die Jury aussuchte, zeigt im Landtag einen Jahresrückblick auf das 2021: Zu sehen sind die Zerstörungen durch die  Unwetterkatastrophe, Menschen, die dabei alles verloren haben, aber auch mutmachende Fotos von Hilfe und Aufräumarbeiten. Auch das weitere prägende Thema des Jahres, das Corona-Virus und seine Bekämpfung, nimmt großen Raum in der Ausstellung ein: Von Polizisten auf Rodelhügel über Karneval ohne Kontakte bis hin zu den Impfungen an ungewöhnlichen Orten. Die Ausstellung ist bis 12. Januar 2022 in der Bürgerhalle des Landtags zu sehen, außerdem werden die Bilder auf der Internetseite des Landtags gezeigt: www.landtag.nrw.de.

 Der Präsident des Landtags, André Kuper, sagt: „Das NRW-Pressefoto 2021 macht die Bilder des Jahres wieder lebendig: die unfassbare Gewalt und Zerstörung der Unwetterkatastrophe; Menschen, die vor dem Nichts stehen; der Kampf gegen die Corona-Pandemie, der uns immer noch viel abverlangt; die Bilder der Bundestagswahl. Diese Momente, Geschichten und Emotionen lieferten uns die Pressefotografinnen und -fotografen. Sie sind überall dort in Nordrhein-Westfalen, wo Nachrichten entstehen: in den Flutgebieten, bei der Impfung gegen die Corona-Pandemie oder bei politischen Entscheidungen. Ihre Arbeit ist unersetzlich für unsere Demokratie – gerade in diesen aktuell schwierigen Zeiten.“

Zur Jury des NRW-Pressefotos gehörten:

  •  André Kuper, Präsident des Landtags
  • Christian Ahrens, Freelens, Verband der Fotografinnen und Fotografen
  • Volkmar Kah, Geschäftsführer Deutscher Journalistenverband NRW
  • Andreas Müller, Geschäftsführer des Zeitungsverlags Aachen und Mitglied des Vorstands des Zeitungsverlegerverbands NRW
  • Jochen Trum, WDR und Mitglied im Vorstand der Landespressekonferenz
  • Georg Jorczyk, Grimme-Institut