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Flucht nach tödlichem Unfall: Wuppertaler will nicht gefahren sein

Flucht nach tödlichem Unfall: Wuppertaler will nicht gefahren sein

Ein Autofahrer hat bei Bonn eine rote Ampel missachtet und einen Rentner erfasst, der bei dem Unfall gestorben ist. Der Autofahrer flüchtete. Die Polizei konnte den Halter des Wuppertaler Wagens inzwischen ermitteln. Der will aber nicht am Steuer gesessen haben.

Sankt Augustin/Wuppertal (dpa). Ein unbekannter Autofahrer hat in Sankt Augustin bei Bonn einen 74-jährigen Fußgänger angefahren und tödlich verletzt. Anschließend beging er Fahrerflucht

Der Rentner hatte nach Zeugenberichten an der Ampel, wo er die Straße überqueren wollte, Grünlicht. Der Wagen überholte laut Polizei mit hoher Geschwindigkeit mehrere an der Ampel stehende Fahrzeuge. Nach Polizeiangaben vom Donnerstag hat der ausfindig gemachte Halter des Fahrzeugs erklärt, er sei nicht selbst gefahren. Es gebe auch einige andere Personen, die einen Schlüssel hätten. Deshalb gebe es gegen den Mann auch keinen dringenden Tatverdacht, sondern nur einen Tatverdacht.

Der Unbekannte raste nach Polizeiangaben am Mittwochabend mit seinem Wagen über die rote Ampel und erfasste den Rentner frontal. Das Opfer wurde nach etwa 50 Metern von der Motorhaube auf die Straße geschleudert. Notarzt und Rettungsdienst konnten das Leben des Schwerverletzten nicht mehr retten.

Auch Unfallzeugen standen unter Schock. Zeugen übermittelten der Polizei das Kennzeichen und eine grobe Beschreibung des Fahrers. Den Wagen mit Wuppertaler Kennzeichen fand die Polizei nahe der Unfallstelle verlassen vor. Tests auf Alkoholkonsum oder Drogen bei dem Halter blieben ohne Befund.

Die Ermittlungen könnten sich wegen der verschiedenen Schlüsselbesitzer schwierig gestalten, hieß es von der Polizei.