Festnahme: Merkel-Zwischenfall - Polizei findet Erbsenpistole

Festnahme: Merkel-Zwischenfall - Polizei findet Erbsenpistole

18-Jährige hantierte bei CDU-Großkundgebung in Wuppertal mit Waffen-Attrappe.

Wuppertal. Der Zwischenfall im Rahmen der CDU-Wahlkampfkundgebung in Wuppertal-Barmen - unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers - war laut Staatsanwaltschaft nicht politisch motiviert.

Nachdem sie während der Großveranstaltung an einem Wohnungsfenster mit einer vermeintlichen Schusswaffe hantiert hatte, wurde noch am Mittwochabend eine 18Jahre alte Frau festgenommen.

Sie gab bei ihrer Vernehmung an, am Fenster mit ihrer Nichte (8) "Räuber und Gendarm" gespielt zu haben. In der Wohnung fand die Polizei eine Erbsenpistole und eine weitere Spielzeugwaffe.

Gegen die junge Frau liegt ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Düsseldorf vor - wegen Diebstahls. Die Polizei traf in der Wohnung mit Blick auf den Barmer Johannes-Rau-Platz noch eine weitere Frau und zwei Männer an, die nach ihrer Vernehmung allerdings wieder nach Hause durften.

Zum Zugriff kam es, nachdem Einsatzbeamte des BKA die Frau am Fenster gesehen hatten. Weil nicht auszuschließen war, dass es sich um einen Attentats-Versuch handelt, wurde die Wohnung gestürmt und bis in die späten Abendstunden abgeriegelt.

Von alldem bekam der CDU-Tross bei der von vielen Protesten begleiteten Wahlkampf-Show nichts mit. War Angela Merkel zuvor per Hubschrauber angereist, verließ ihr gesicherter Fahrzeug-Konvoi am frühen Abend unbehelligt das Wuppertaler Stadtgebiet.

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