Erst als vermisst gemeldet, dann beim Bachelor aufgetaucht

Erst als vermisst gemeldet, dann beim Bachelor aufgetaucht

Es war eine gut recherchierte Story, die Linda Stansberry vom "North Coast Journal" am 1. Februar veröffentlicht hatte: "The Humboldt 35" berichtet von einem Bezirk U.S.-Bundesstaat Kalifornien, der die höchste Rate an Vermisstenfällen aufweist.

35 Menschen gelten seit 1977 als vermisst. Aber der Schwarmintelligenz in Zeiten des Internets sei dank sind es nun nur noch 34. Denn eine junge Frau, die im November vergangenen Jahres von ihrer Mutter als vermisst gemeldet worden war, ist wieder aufgetaucht - im Reality-TV.

Rebekah Martinez ist Kandidatin der aktuell in den USA ausgestrahlten Show "The Bachelor" und mehr als lebendig. Dies teilten die Leser des North Coast Journalist dann auch den örtlichen Polizeibehörden von Humboldt County mit. Die entfernten das Bild von Martinez denn auch innerhalb kürzester Zeit von der Vermisstenliste.

Die junge Frau selbst, die in dem aktuellen Bachelor durchaus ans Herz gewachsen sein soll, aber während der Dreharbeiten keinen Kontakt zur Außenwelt haben durfte, treibt mittlerweile ihre Spielchen mit dem Rummel um ihre Vermisstenmeldung und postet fleißig Fotos und Sprüche auf Twitter und Instagram. Die wichtigste Erkenntnis, die Martinez aus der Sache gezogen hat: Ruf' immer deine Mutter zurück.

Ein Schelm, der Böses dabei denkt: Möglich ist auch, dass Mutter und Tochter die ganze Story gemeinsam ersonnen haben, um Rebekahs Popularität während der Ausstrahlung der Show zu steigern. So hat sie unter anderem eine Suchmeldung gebastelt, in dem sie ein Bild von sich auf eine Milchpackung gephotohopped hatte. ull