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Ein Dreirad für den Rollstuhl

Ein Dreirad für den Rollstuhl

Auf der Rehacare werden derzeit die neuesten Trends für Menschen mit Behinderungen gezeigt.

Düsseldorf. Rollatoren, die in eine Reisetasche passen, Teilarmprothesen, die sich mittels eines Programms vom Handy aus steuern lassen, Rollstühle, die Schnee und Eis trotzen und Minifunkmäuse für die Brille. Dies ist nur ein kleiner Teil der neuesten Errungenschaften, die man derzeit auf der Pflegemesse Rehacare in Düsseldorf testen und anschauen kann. Hier ein Überblick:

Der Rollstuhl-Scooter von Huka ist für Menschen gedacht, die nicht mehr aus eigener Kraft den Rollstuhl verlassen können. Man fährt mit dem Rollstuhl in das Gefährt, dockt an. Den Rest erledigt ein Elektromotor. Preis: ab 13 350 Euro.

Die neue Teilarmprothese von Touch bionics hat bewegliche Finger, die beim Kontakt mit einem Gegenstand automatisch stoppen. Gesteuert wird sie entweder durch Elektroden, die auf Ströme aus den Muskeln reagieren oder mit einer App auf dem Handy. Dort sind 24 verschiedene Griffmuster gespeichert. Kosten: ab 20 000 Euro.

Die kleine Funkmaus hilft Menschen, die Einschränkungen an Händen oder Armen haben, einen PC zu bedienen. Sie wiegt nur 20 Gramm und kann am Brillengestell oder an einer Armbinde befestigt werden. „Die Bewegungsrichtung und die Geschwindigkeit können an die Bedürfnisse des Nutzers angepasst werden“, so Claudia Reitkivi von der Herstellerfirma Quha. Kosten: ab 800 Euro.

Der neue Rollator Track sorgt mit seinem doppelten Faltsystem dafür, dass er in einer Reisetasche Platz findet. Zur Basisausstattung gehören ein Gehstockhalter, Beleuchtung und eine Feststellbremse. Kosten: ab 299 Euro.

Der Rollstuhl Inuit ist für Fahrten bei Eis und Schnee entwickelt worden. Er bewältigt mit seiner elektrisch angetriebenen Raupenplattform jeden Untergrund. Und sein Äußeres erinnert tatsächlich ein bisschen an ein Amphibienfahrzeug. „Er wird mit einem festinstallierten Griff gesteuert und ist sechs Stundenkilometer schnell“, so Stefan Lange von der Herstellerfirma Otto Bock. Da es sich um eine Konzeptstudie handelt, ist der Preis unklar. Er wird bei mehr als 8000 Euro liegen.