Diese Bomben konnten nicht gefahrlos entschärft werden

Diese Bomben konnten nicht gefahrlos entschärft werden

Dresden. Funde von Weltkriegsbomben wie aktuell in Dresden sind in Deutschland häufig. Auch mehr als 70 Jahre nach dem Krieg werden Blindgänger vor allem im Erdreich unter Großstädten und im Umfeld industrieller Anlagen entdeckt.

In den meisten Fällen können die Experten der Kampfmittelbeseitigung die Fliegerbomben problemlos entschärfen oder aber durch kontrollierte Sprengung unschädlich machen. Allerdings gab es in diesem Jahrzehnt auch folgenschwere Unglücke, bei denen Menschen durch Blindgänger zu Tode kamen oder schwerer Gebäudeschaden angerichtet wurden:

In der rheinischen Stadt bei Bonn explodiert ein Blindgänger bei Baggerarbeiten in einem Gewerbegebiet. Der Baggerführer kommt ums Leben, mehr als ein Dutzend Menschen wird verletzt. Die Druckwelle richtet erhebliche Gebäudeschäden an: Fensterscheiben in der Umgebung gehen zu Bruch, Garagentore werden eingedrückt.

Bei der gezielten Sprengung eines Fünf-Zentner-Blindgängers werden in der niederrheinischen Stadt mehrere Gebäude schwer beschädigt, wie unsere Bildergalerie zeigt. Teile von zwei Ladenlokalen in der Viersener Innenstadt müssen abgerissen werden. Verletzt wird niemand.

In der bayerischen Metropole richtet die Sprengung einer Fünf-Zentner-Fliegerbombe erhebliche Schäden an. Der Blindgänger konnte nicht entschärft werden, weshalb sich die Sicherheitsbehörden zur kontrollierten Sprengung entschlossen. Dabei wird vor allem ein Häuserblock an der Explosionsstelle schwer beschädigt. Die Feuerwehr muss mehrere Brände löschen. Auch in diesem Fall sind keine Verletzten zu beklagen.

In der niedersächsischen Universitätsstadt explodiert eine Zehn-Zentner-Bombe, noch während die Vorbereitungen für ihre Entschärfung laufen. Drei Sprengmeister werden getötet - sie standen bei der Detonation neben der Bombe. Zwei weitere Mitarbeiter des niedersächsischen Kampfmittelräumdiensts tragen schwere Verletzungen davon. afp

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