Die tierische Hinterlassenschaft des King of Pop

Die tierische Hinterlassenschaft des King of Pop

Michael Jackson löste seinen Zoo schon vor seinem Tod auf.

Los Angeles. Außer seinen drei Kindern undMillionen von trauernden Fans hinterlässt Michael Jackson einenSchimpansen, vier Giraffen und eine ganze Reihe anderer exotischerTiere. Zu Jacksons besten Zeiten lebten sie in einem eigens für sieangelegten Zoo auf seiner Neverland Ranch in Kalifornien. Auf Anratenseiner Mitarbeiter brachte der zunehmend mit Schulden kämpfende King ofPop seine Schützlinge in den vergangenen Jahren nach und nach woandersunter - darunter auch seinen vielgeliebten Affen Bubbles.

Seit 2005 lebt der von US-Künstler Jeff Koons verewigte Schimpanse, denJackson 1985 aus einem medizinischen Labor rettete, mit dem erGerüchten zufolge sein Bett teilte und dem er seine berühmten„Moonwalk"-Tanzschritte beibrachte, in einem Affen-Reservat in Florida.Mit seinem Foto wirbt das Zentrum auf seiner Internetseite für Spenden,allerdings ohne seinen berühmten Vorbesitzer zu erwähnen.

Nach Angabenvon Leiterin Patti Ragan trug Jackson in der ganzen Zeit weder zuBubbles' Unterhalt bei noch stattete er ihm einen Besuch ab. Laut Raganübergab der King of Pop seinen Schimpansen seinem Tiertrainer Bob Dunn,weil er fürchtete, dass Bubbles versehentlich seine drei Kinderverletzen könnte. Über Dunn kam er schließlich nach Florida.

Zwei Orang Utans wurden nach Informationen der TierschutzorganisationPETA von einem Affen-Fan in Connecticut übernommen, einige Reptilienleben heute in einem kleinen Zoo in Oklahoma. Jacksons Tiger Thrillerund Sabu landeten in einem von der ehemaligen Schauspielerin TippiHedren gegründeten Tierpark in Kalifornien.

Die Stiftung Voices of theWild schließlich adoptierte die Giraffen sowie mehrere Vögel, darunterauch Jacksons Favoriten, Papagei Rikki. Gründerin Freddy Hancockbesuchte Neverland vor zwei Jahren, um die Übergabe abzustimmen. FürJackson hat sie nur lobende Worte: „Er liebte Tiere, konnte sie ewigbeobachten. Und die Tiere haben es gespürt“, erzählt sie.