Deutsche deutlich glücklicher als 2018 - Das macht am glücklichsten

Deutsche deutlich glücklicher als 2018 : Was Menschen am glücklichsten macht

Die Deutschen werden glücklicher: In keinem anderen Land ist das Glücksempfinden einer Studie zufolge zuletzt stärker angestiegen als in der Bundesrepublik.

Bezeichneten sich vor einem Jahr noch 68 Prozent der Bundesbürger als glücklich, sind es nun 78 Prozent, teilte das Marktforschungsunternehmen Ipsos am Freitag auf Grundlage einer Studie in 28 Ländern mit. International nimmt die Zahl glücklicher Menschen demnach ab.

In Deutschland fühlen sich laut der Studie 17 Prozent der Menschen nicht besonders glücklich; vier Prozent bezeichnen sich als überhaupt nicht glücklich. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland damit auf Platz sieben der glücklichsten Länder. Spitzenreiter sind Australien und Kanada. Jeweils 86 Prozent der Menschen dort sind glücklich, fast jeder Dritte fühlt sich sogar sehr glücklich.

Weltweit nimmt das Glücksgefühl jedoch ab. 64 Prozent aller Befragten empfinden sich als glücklich, ein Rückgang um sechs Prozentpunkte verglichen mit der vorherigen Studie im Februar 2018. Seit 2011 ging das Glücksempfinden um 13 Prozentpunkte zurück.

Vor allem Lateinamerika ist den Angaben zufolge unglücklicher geworden: Am stärksten gingen die Werte in Argentinien (22 Prozentpunkte), Chile (21 Prozentpunkte) und Brasilien (zwölf Prozentpunkte) zurück. Die letzten Plätze im internationalen Vergleich nehmen Spanien und Russland ein. Dort bezeichnen sich nur 46 beziehungsweise 47 Prozent der Befragten als glücklich.

Was Menschen weltweit am glücklichsten macht, sind laut der Studie Gesundheit und körperliches Wohlempfinden. Ebenfalls häufig genannt werden die eigenen Kinder und die Beziehung mit dem Partner oder der Partnerin sowie das Gefühl, dass das eigene Leben einen Sinn hat. Die Hälfte der Deutschen hält Gesundheit für die größte Glücksquelle. Die eigenen Kinder werden mit 37 Prozent seltener genannt als im internationalen Durchschnitt.

Für die Studie wurden zwischen dem 24. Mai und dem 7. Juni 2019 insgesamt 20.327 Menschen aus 28 Ländern online interviewt. In Deutschland und elf weiteren Ländern wurden jeweils etwa 1000 Menschen befragt.

ald/cne

IPSOS

(AFP)
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