Rom: Das passiert mit den Münzen aus dem Trevi-Brunnen

Rom : Das passiert mit den Münzen aus dem Trevi-Brunnen

Schätzungen zufolge werden jährlich zwischen 1 und 1,5 Millionen Euro aus Roms berühmtesten Brunnen gefischt. Doch wem gehören die Geldmünzen aus dem Trevi-Brunnen? Darüber ist in der Ewigen Stadt ein Streit entbrannt.

Ursprünglich habe die Stadt das Geld kassiert. Das habe sich im Jahr 2001 geändert, als der damalige Bürgermeister Francesco Rutelli die Idee hatte, die Einnahmen aus dem Trevi-Brunnen der Caritas zukommen zu lassen, berichtet Spiegel ONLINE.

Kommunen wollen Verfahren bis April neu regeln

Die Caritas befürchtet nun, dass das Geld künftig nicht mehr direkt an die Wohltätigkeitsorganisation fließt, da die Kommune entschieden habe, dass das Verfahren ab kommenden April neu geregelt werde, schrieb Caritas Italia auf Twitter. Bürgermeisterin Virginia Raggi sei jedoch von vielen Seiten dazu aufgerufen worden, die Entscheidung zu überdenken.

Die reagierte am Montag prompt. „Niemand hat jemals daran gedacht, der Caritas diese Mittel vorzuenthalten“, sagte sie der Vatikan-Zeitung „Osservatore Romano“ am Montag. Sogar das Geld aus anderen Brunnen - etwa 200.000 Euro - sollen an die katholische Einrichtung gehen, die damit Arme unterstützt.

Kein Wunder, dass es mehrere Interessenten für die Münzen gibt: Aus dem Trevi-Brunnen werden jährlich nach Schätzungen zwischen 1 und 1,5 Millionen Euro gefischt.

Spekulationen um Neuregelung

Immer wieder hatte es Spekulationen gegeben, dass die Stadt das Geld in die Renovierung von Denkmälern oder in die Schlagloch-gepflasterten Straßen stecken will. Medien hatten berichtet, dass das Verfahren, mit dem das Geld direkt an die Caritas ging, geändert werden soll.

„Wir haben die Nachricht natürlich mit gewisser Sorge aufgenommen“, sagte Benoni Ambarus, Direktor der Caritas Rom, der vatikanischen Medienplattform Vaticannews.

Die Legende

Der Legende nach soll es Glück bringen, eine Münze mit der rechten Hand über die linke Schulter in das Wasser zu werfen - und dem Besucher zudem garantieren, irgendwann in die Ewige Stadt zurückzukehren.

(dpa/red)
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