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Coronavirus: Chinesische Stadt Lichuan unter Quarantäne gestellt

Lungenkrankheit : Chinesische Stadt Lichuan wegen Coronavirus unter Quarantäne gestellt

Wegen des neuartigen Coronavirus wird in zwei weiteren chinesischen Städten der öffentliche Verkehr ausgesetzt. Eine weitere Stadt wurde unter Quarantäne gestellt.

Wegen des neuartigen Coronavirus wird eine weitere chinesische Stadt unter Quarantäne gestellt. Die Behörden in der zentralchinesischen Stadt Lichuan kündigten am Donnerstag an, den gesamten öffentlichen Verkehr in der Stadt und in der Umgebung ab Mitternacht (Ortszeit; 17.00 Uhr MEZ) einzustellen. Die knapp eine Million Einwohner wurden aufgerufen, die Stadt "nicht ohne besonderen Grund" zu verlassen.

Lichuan liegt in der Provinz Hubei, zu der auch Wuhan gehört. Die rund 700 Kilometer entfernte Millionenmetropole ist der Ausgangspunkt der Infektionen mit dem neuen Coronavirus, das mitunter tödliche Atemwegserkrankungen verursacht.

Zuvor hatten die Behörden der Stadt Xiantao am Donnerstag mitgeteilt, 30 Mautstationen auf den Zufahrtsstraßen zu der 1,5-Millionen-Einwohner-Stadt seien geschlossen worden. Der Verkehr dort sei untersagt. In der Stadt Chibi, die etwa eine halbe Million Einwohner hat, wollten die Behörden den öffentlichen Verkehr ab Mitternacht (Ortszeit; 17.00 Uhr MEZ) aussetzen.

Beide Städte liegen in der Provinz Hubei, zu der auch Wuhan gehört. Die Millionenmetropole ist der Ausgangspunkt der Infektionen mit dem neuen Coronavirus, das mitunter tödliche Atemwegserkrankungen verursacht.

Nach Behördenangaben haben sich bislang mehr als 570 Menschen in China infiziert, 17 Infizierte im Alter von 48 bis 89 Jahren starben. Einzelne Infektionen wurden auch aus Thailand, Japan, Südkorea, Taiwan und den USA gemeldet. Wissenschaftler des Londoner Imperial College gehen von rund 4000 Infizierten aus.

Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu vermeiden, wurden Wuhan sowie die Nachbarstadt Huanggang unter Quarantäne gestellt. In Peking wurden Großveranstaltungen anlässlich des chinesischen Neujahrsfests in der Nacht zum Samstag abgesagt und die Schließung mehrerer Touristenattraktionen angeordnet.

(AFP)