1. Panorama

Corona NRW: Astrazeneca-Impfstoff - Diese Nebenwirkungen sind möglich

Laut RKI : Diskussion um Astrazeneca-Impfstoff: Diese Nebenwirkungen sind möglich

Um den Corona-Impfstoff von Astrazeneca ist eine öffentliche Diskussion entstanden. Doch welche Nebenwirkungen sind überhaupt möglich? Ein Überblick.

Die Diskussion um den Corona-Impfstoff von Astrazeneca sorgt offenbar auch in NRW für Skepsis - Impftermine wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums abgesagt, Mitarbeiter der Rettungsdienste in NRW sollen in kleinen Gruppen nach und nach gegen Corona geimpft werden. Doch welche Nebenwirkungen können eigentlich auftreten?

Darüber wird in einem „Aufklärungsmerkblatt“ des Robert-Koch-Instituts (RKI) informiert, das auch das NRW-Gesundheitsministerium zur Information nutzt. Mögliche Impfreaktionen sind demnach als „Ausdruck der Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff“ zu sehen - diese ist laut RKI erwünscht, wie bei anderen Impfungen auch.

Laut „Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung gegen Covid-19“ sind diese Impfreaktionen möglich:

  • Die am häufigsten berichteten Impfreaktionen in der bisher zumeist zweimonatigen Beobachtungszeit waren Druckempfindlichkeit an der Einstichstelle (mehr als 60 %),
  • Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit (mehr als 50 %),
  • Muskelschmerzen und Unwohlsein (mehr als 40 %),
  • erhöhte Temperatur und Schüttelfrost (mehr als 30 %),
  • Gelenkschmerzen und Übelkeit (mehrals 20 %).
  • Häufig (zwischen 1 % und 10 %) wurde über Erbrechen, Durchfall, Rötung und Schwellung der Einstichstelle sowie Fieber berichtet.
  • Gelegentlich (zwischen 0,1 % und 1 %) traten Lymphknotenschwellungen,verminderter Appetit, Schwindel, Schläfrigkeit, vermehrtes Schwitzen, Juckreiz und ein allgemeiner Hautausschlag auf.

Die meisten Reaktionen sind laut der RKI-Broschüre bei älteren Personen etwas seltener als bei jüngeren Personen zu beobachten. Die Impfreaktionen seien zumeist mild oder mäßig ausgeprägt und hielten für gewöhnlich wenige Tage an. Sie seien zudem nach der zweiten Impfung etwas seltener als nach der ersten aufgetreten.

Sind Impfkomplikationen möglich?

„Impfkomplikationen sind über das normale Maß einer Impfreaktion hinausgehende Folgen der Impfung, die den Gesundheitszustand der geimpften Person deutlich belasten“, klärt das Merkblatt auf. Grundsätzlich können – wie bei allen Impfstoffen – in sehr seltenen Fällen eine allergische Sofortreaktion bishin zum Schock oder andere auch bisher unbekannte Komplikationen nicht ausgeschlossen werden. Wenn nach einer Impfung Symptome auftreten, welche die oben genannten schnell vorübergehenden Reaktionen überschreiten, sollen sich Patienten demnach an ihren Hausarzt wenden.

Auch der Virologe Christian Drosten hatte sich zuletzt zur Debatte um die Wirksamkeit des Astrazeneca-Wirkstoffs geäußert - wichtig sei, dass die Impfstoffe das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs minimierten.

(kst)