Corona-Krise Niederländer hamstern Cannabis vor Schließung von Coffeeshops

Den Haag · In der Coronakrise nicht ohne mein Gras: Nach diesem Motto haben in den Niederlanden viele Konsumenten angesichts der von der Regierung angekündigten Schließung der Coffeeshops Cannabis gehamstert.

 Menschen stehen Schlange vor den sogenannten Coffee-Shops in denen Haschisch und andere leichte Drogen verkauft werden.

Menschen stehen Schlange vor den sogenannten Coffee-Shops in denen Haschisch und andere leichte Drogen verkauft werden.

Foto: dpa/Phil Nijhuis

Zu Dutzenden standen sie am Sonntag vor den Marihuana-Cafés an, um noch in letzter Minute Gras und Zubehör für die nächsten Wochen ergattern zu können.

„Für vielleicht zwei Monate werden wir kein Gras bekommen können, deshalb wäre es schön, ein bisschen im Haus zu haben“, sagte ein Käufer namens Jonathan vor einem Coffeeshop in Den Haag. Innerhalb kürzester Zeit hätten etwa 30 Menschen vor dem Laden angestanden, sagte die Irin Hannah, die sich ebenfalls einreihte.

Die Schlangen bildeten sich schon wenige Minuten, nachdem die niederländischen Gesundheits- und Bildungsminister am Sonntag in einer vom Fernsehen übertragenen Pressekonferenz die Schließung von Schulen, Bars und anderen Geschäften angekündigt hatten.

Obwohl Gesundheitsminister Bruno Bruins dabei betont hatte, es sei „unnötig“, Dinge zu horten, spielten sich ähnliche Szenen im ganzen Land ab. In Online-Netzwerken wurden Fotos von wartenden Menschen vor Coffeeshops in Amsterdam, Utrecht und Roermont nahe der deutschen Grenze veröffentlicht. In den Niederlanden ist der Besitz von weniger als fünf Gramm Cannabis erlaubt.

(AFP)