Cascada-Sängerin: „Ich hatte keinen Plan B“

Cascada-Sängerin: „Ich hatte keinen Plan B“

Die Sängerin Natalie Horler hat mit Cascada Michael Jackson in den britischen Charts von Platz Eins verdrängt.

Düsseldorf. Die Bonner Sängerin Natalie Horler (27) stürmt mit ihrem Dance-Trio Cascada die Charts. In Großbritannien stieß sie mit ihrer Single "Evacuate The Dancefloor" Michael Jackson von Platz Eins. In Deutschland steht sie im Moment als höchster Neueinsteiger auf Platz Sechs.

Horler: Das hoffe ich. Es wäre schön, wenn es so weiter gehen würde. Wichtiger als die Verkäufe ist mir aber die Anerkennung, die wir durch unsere Musik erfahren.

Horler: Der Schlüssel war, dass wir vor ein paar Jahren mit "Everytime We Touch" auf Platz Zehn der US-Charts landeten. Seitdem kennt man uns dort und auch in Europa, weil jeder nach Amerika schaut. Dance macht einfach gute Laune, und natürlich zählt auch eine gute Stimme.

Horler: Das ist ein Traum und eine Ehre, da ich ja selbst Engländerin bin und ein Großteil meiner Familie dort wohnt. Vielleicht klappt es ja auch in Deutschland mit Platz Eins.

Horler: Eine bestimmte Zielgruppe haben wir nicht. Aber natürlich hören uns vor allem jüngere Leute, viele sind zwischen zwölf und 20 Jahre alt. Unsere Musik ist eben sehr energisch und nicht jedermanns Sache.

Horler: Sie ist nicht sein Bier, er hört lieber Jazz. Aber er ist stolz auf das, was ich erreicht habe und unterstützt mich. Das zählt.

Horler: Eine entscheidende, Computer übernehmen heutzutage jegliche Funktion von Instrumenten. Bei meinen Auftritten singe ich aber in aller Regel selber. Nur den Mund bewegen, das kann jeder. Wenn live, dann auch richtig. Das wollen die Zuschauer ja auch so.

Horler: Puh, der ist sehr voll. Wir arbeiten viel, machen etwa 250 Auftritte pro Jahr, und das seit fünf, sechs Jahren. Ich bin im Schnitt zwei, drei Tage in der Woche zu Hause in Bonn. Dann mache ich die Wäsche, kaufe ein und treffe mich mit Freunden, ganz normal eben.

Horler: Nein. Ich habe mich nach dem Abitur bewusst dafür entschieden, Musik zu meinem Beruf zu machen. Ich hatte keinen Plan B. Am Anfang habe ich nebenbei gekellnert, um über die Runden zu kommen. Ich habe angefangen als Studiomusikerin, etwa Songs für DJs eingesungen. So habe ich meine Produzenten kennengelernt. Ich hatte wahnsinniges Glück, muss mich manchmal selbst kneifen.

Horler: Einen richtigen Plan habe ich noch nicht. Ich bin sehr spontan. Aber mit 55 hätte ich sicher keine Lust mehr auf so viele Auftritte. Irgendwann möchte ich schon auch gerne eine Familie gründen. Und ob ich ewig Dance-Musik mache, weiß ich auch noch nicht.

Horler: Auch, aber nicht nur. Wenn ich nur Dance hören würde, würde ich auch ziemlich Banane. Ich höre auch gerne Soul, R’n’B oder Jazz. Amy Winehouse zum Beispiel mag ich sehr gerne.

Horler (lacht): Das ganze Geld ist ja nicht nur für mich. Das Größte, was ich mir gekauft habe, war ein eigenes Auto, und das ist ein Golf V.

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