Unfallort vor Großbaustelle: Busunfall im A5-Stau: Reiseleiterin stirbt, 31 Verletzte

Unfallort vor Großbaustelle: Busunfall im A5-Stau: Reiseleiterin stirbt, 31 Verletzte

Karlsruhe. Sie waren auf dem Weg in die Provence. Doch die Fahrt in den Kurzurlaub endete für eine Reisegruppe aus Oberfranken mit einem schrecklichen Unfall: Am frühen Mittwochmorgen fuhr ihr Bus auf der Autobahn 5 bei Karlsruhe bei plötzlich stockendem Verkehr auf einen Müllwagen auf.

Die 30 Jahre alte Reiseleiterin neben dem Busfahrer hatte keine Chance und starb noch an der Unfallstelle. Ein Mann und eine Frau, die hinter ihr saßen, erleiden lebensgefährliche Verletzungen. 29 weitere Menschen, laut Polizei überwiegend Senioren, wurden leichter verletzt. Wie genau es zu dem Unfall kam, bleibt zunächst unklar. Der 62-jährige Busfahrer konnte noch nicht vernommen werden. „Er steht unter Schock“, sagte ein Polizeisprecher.

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Der Bus war am Mittwoch gegen 1.30 Uhr in Bayreuth gestartet. Knapp fünf Stunden später passierte er Karlsruhe. Kurz vor einer Ausfahrt geriet der Verkehr Richtung Süden ins Stocken. Ein Müllauto bremste - der Busfahrer aus Bayern realisierte demnach zu spät die Situation. Er machte eine Vollbremsung und zog sein Fahrzeug nach links, krachte aber mit der rechten Seite gegen das Heck des Müllautos.

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Über eine wegen der A5-Baustelle gesperrten Ausfahrt kamen die Retter schnell an die Unglücksstelle. Doch spätere Helfer und Abschleppwagen die über die A5 und A8 aus Norden kamen, hatten Probleme, weil Autos keine Rettungsgasse freiließen. Im etliche Kilometer langen Rückstau auf beiden Autobahnen notierte die Polizei 120 Verstöße wegen Zufahrens der Rettungsgasse. „Sie müssen mit einer Anzeige rechnen“, sagte ein Polizeisprecher. Dafür hätten die Helfer diesmal weniger mit Gaffern zu tun gehabt.

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Der Unfallort liegt vor einer Großbaustelle der A5 zwischen Karlsruhe und Rastatt, wo sich seit Tagen regelmäßig lange Staus bilden. Die Polizei weist mit Stauwarnanlagen auf die gefährliche Stelle hin, die täglich 170.000 Fahrzeuge passieren. dpa