Arche Noah legt in Köln an

Arche Noah legt in Köln an

Der TV-Entertainer Aad Peters bietet auf seinem Schiff einen biblischen Erlebnispark.

Köln. „Auch für Menschen, die nicht an die Bibel glauben, sind die Geschichten, die sie erzählt interessant“, sagt der niederländische TV-Entertainer und Puppenspieler Aad Peters. Um die Bibel und ihre Geschichten den Menschen wieder näher zu bringen, hat er vor gut einem Jahr einen Nachbau der Arche Noah gekauft und zu einem biblischen Erlebnispark umgebaut.

Bislang hat er mit der Arche nur in niederländischen Häfen angelegt. Sein Besuch im Kölner Rheinauhafen ist die erste Station im Ausland. „Ich bin sehr gespannt, wie die Deutschen mit der Arche und ihrer Ausstellung umgehen werden“, sagt Peters. Dass seine Idee ankommt, zeigen die vielen Neugierigen, die schon vor der offiziellen Eröffnung mit der Sängerin Nina Hagen am Freitagabend Einlass begehren. „Die ersten sind schon am Dienstagabend zur Arche gekommen, da hatten wir gerade angelegt“, freut sich der Niederländer.

Für ihn, der als Fernsehmacher auch schon in Krisengebieten wie dem Libanon unterwegs, war ist der Erlebnispark rund um das Alte und Neue Testament eine Begegnung mit der eigenen Kultur: „Es ist wichtig, seine Wurzeln zu kennen. Die Ausstellung ist aber für alle Menschen da, egal welchen kulturellen Hintergrund sie haben.“

Seine Arche ist mit 70 Metern Länge und 13 Metern Höhe etwa halb so groß wie das Original in der Bibel. Dabei geht es auf den vier Etagen mit ihren 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche nicht nur um Noah. Die liebevoll inszenierten Szenen aus der Bibel zeigen die Weihnachtsgeschichte genauso wie die Begegnung von David gegen Goliath und Moses mit seinen zehn Geboten.

Im Untergeschoss des Schiffs befinden sich die prachtvollen Gemächer von König Salomon. Dargestellt werden die biblischen Protagonisten mit von der tschechischen Bildhauerin Michaela Bartonova geschnitzten Holzfiguren, die durch ihre außergewöhnliche Optik zum Hingucker werden. Das ganze Schiff durchzieht der zwölf Meter hohe Lebensbaum. „Er ist eine roter Faden und reicht von Adam und Eva im Paradies bis zur letzten Seite der Bibel“, erklärt Peters.

Service: Die Arche Noah liegt gegenüber dem Schokoladenmuseum vor Anker. Dort bleibt sie bis zum 13. Oktober. Sie hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 12.50 (ermäßigt 7.50) Euro. Auf dem Schiff gibt es auch ein Café sowie einen Museumsshop.

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