Zentralrat der Juden „bestürzt“ über Wehrhahn-Urteil

Zentralrat der Juden „bestürzt“ über Wehrhahn-Urteil

Düsseldorf/Würzburg (dpa/lnw) - Der Präsident des Zentralrats der Juden hat sich „bestürzt“ über den Freispruch im Prozess um den Düsseldorfer Wehrhahn-Anschlag gezeigt.

„Auch wenn ich den Freispruch des Angeklagten nicht nachvollziehen kann, so respektiere ich die Entscheidung des Gerichts“, erklärte Josef Schuster aber am Dienstag.

Es sei „nicht nur schmerzhaft sondern zutiefst enttäuschend“, dass die Täter 18 Jahre nach dem Anschlag auf jüdische Sprachschüler in Düsseldorf noch immer nicht zur Rechenschaft gezogen würden. Schuster forderte: „Jetzt muss umso intensiver weiterermittelt werden, um den oder die Täter zu überführen.“

18 Jahre nach Wehrhahn-Anschlag: Angeklagter freigesprochen

Das Düsseldorfer Landgericht hatte den 52-jährigen Angeklagten am Dienstag freigesprochen. Ihm war zwölffacher Mordversuch aus Fremdenhass vorgeworfen worden. Bei dem Anschlag waren vor 18 Jahren zehn Zuwanderer verletzt worden, ein ungeborenes Baby starb.

Mehr von Westdeutsche Zeitung