Zwischen Konga-Schaukel und Saturn: Kirmesspaß am Stadion

Zwischen Konga-Schaukel und Saturn: Kirmesspaß am Stadion

Zum zweiten Mal findet die Mega-Kirmes am Zoo-Stadion statt. Heute ist die letzte Gelegenheit für Besucher.

Zooviertel. Der Geruch von Bratwürstchen und Zuckerwatte liegt in der Luft. An diesem Samstagnachmittag ist das Gelände vor dem Zoo-Stadium voller Menschen. Sie nehmen einen Imbiss zu sich, flanieren zwischen den bunten Ständen. Ein Fahrgeschäft neben dem anderen lockt. Mancher versucht sein Glück an einem Los-Stand oder am Schießstand, um für die Freundin eine Rose zu ergattern.Und auch das Wetter spielt mit: Es ist leicht bewölkt, aber warm und trocken.

Was sagen die Besucher zur Kirmes? Philipp Wenzel ist zumindest sehr angetan: „Mir gefällt es gut. Ich arbeite als Sozialpädagoge im Betreuten Wohnen und bin mit einigen Jungs hier. Die haben wirklich Spaß. Und das Stadion ist ein guter Ort für die Kirmes.“

Viele der jüngeren Besucher begeistern sich besonders für die Fahrgeschäfte. Der elfjährige Sebastian ist fasziniert vom „Pirates Adventure“, einer Abenteuer-Simulationsanlage, in der zum Beispiel das Schwanken eines Schiffs nachgeahmt wird. „Ich war schon dreimal darauf“, sagt er und lacht begeistert.

Von der Achterbahn „Spinner Racer“ hört man grelle Schreie. — ob aus Angst oder Vergnügen geschrien wird, ist manchmal nicht ganz eindeutig. „Das ist schon prickelnd. Mein Sohn hatte zwischendurch mal angstverzerrte Augen, aber dann war schnell wieder alles gut“, sagt Besucherin Michaela Diana, die gerade ihre Fahrt beendet hat. Joel (9) hat seinen Schrecken überwunden. „Können wir noch einmal?“, fragt er seine Mutter.

Das trockene Wetter stimmt auch die Besitzer der Fahrgeschäfte positiv. „Das Geschäft ist bis jetzt zufriedenstellend, viel besser als letztes Jahr. Da hat es am Samstag und am Sonntag geregnet“, sagt Karl-Heinz Bauer, der das Kinderkarussell „Saturn“ betreibt. Auch Sebastian Küchenmeister, der mit seinem Fahrgeschäft, der „Konga-Schaukel“, das erste Mal dabei ist, zeigt sich zufrieden mit den Besucherzahlen. Die Schreie, die von seinem Fahrgeschäft hallen, sind deutlich zu hören. „Das Gefährt ist 45 Meter hoch, hat einen Schaukelwinkel von 125 Grad und eine Beschleunigung 120 Stundenkilometer“, erklärt er mit einem Schmunzeln.

Wer sich nach all der Aufregung bei einem kühlen Getränk erholen will, wird zum Beispiel am Bierstand „Zum armen Ritter“ dazu vom sprechenden Elchkopf „Charly“ eingeladen. Dieser hängt über dem Ausschank und spricht die vorbeigehenden Gäste an: „Oh, du hast dich ja schick gemacht.“ Besonders die kleinen Kirmesbesucher bleiben mit großen Augen davor stehen. Fazit: eine Kirmes für die ganze Familie.

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