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Wuppertaler Bühnen: Zuschuss für Bühnen von 3,6 Millionen

Wuppertaler Bühnen : Zuschuss für Bühnen von 3,6 Millionen

Stadt legt dem Rat einen Rettungsplan bis 2022 vor.

Die Stadt will die Fortführung der Wuppertaler Bühnen durch einen Sonderzuschuss in einer Höhe bis zu 3,6 Millionen Euro sicherstellen. Diesen Vorschlag macht die Verwaltung für die Ratssitzung am 11. Mai. Der Stadtkämmerer soll ermächtigt werden, gegenüber der Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH bis zum Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 eine entsprechende Finanzierungszusage abzugeben. „Wenn wir jetzt 3,6 Millionen Euro zusteuern, heißt das nicht, dass wir dann viel Wasser unter dem Kiel haben. Die Bühnen haben schon in der Vergangenheit massiv gespart und werden weiter wirtschaftlich arbeiten müssen“, sagt Oberbürgermeister Andreas Mucke.

Stadtkämmerer Johannes Slawig spricht von einer „erschreckend hohen Summe“. Die Stadt habe gehofft, mit dem Eigenkapital der Bühnen bis 2021 auszukommen. Ohne Finanzspritze sei die Liquidität aber bereits im Sommer gefährdet. Zumal in der Coronakrise 787 000 Euro an Einnahmeausfällen zu erwarten seien, da es in dieser Spielzeit keine Aufführungen mehr geben werde. Weitere Kostensteigerung stünden nach Tarifverhandlungen im Herbst ins Haus.

Slawig räumte erneut eklatante Fehler der Stadt im Controlling und in der Finanzplanung der Bühnen ein. Auf diese Fehler hatte Daniel Siekhaus, Geschäftsführer der Wuppertaler Bühnen, aufmerksam gemacht. In Zukunft dürfe es keine Diskrepanz mehr zwischen den Planzahlen im Wirtschaftsplan und den Zahlen, die kontrolliert werden, geben. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat einen Acht-Punkte-Plan beschlossen, der monatliches Controlling mit Unterstützung durch ein externes Unternehmen vorsieht. Der Sonderzuschuss als freiwillige Leistung der Stadt wurde von der Bezirksregierung nur deshalb genehmigt, weil im Falle einer Insolvenz der Gesellschaft für mehr als 100 Mitarbeiter der Bühnen ein Rückkehrrecht zur Stadt bestehen würde. Und das hätte schwerwiegendere Folgen für die Personal- und Finanzsituation der Stadt.  ab