Zurück zum Profi-Fußball: Ist ein "FC Bergisch Land" die Lösung?

Zurück zum Profi-Fußball: Ist ein "FC Bergisch Land" die Lösung?

Am 9. Februar wird in den Räumen der IHK darüber diskutiert, ob das Bergische Land einen Bergischen Fußballclub braucht.

Wuppertal. Brauchen wir einen bergischen Fußballclub, einen FC Bergisch Land? Diese aus Sicht vieler Wuppertaler Fußballfans höchst provokante Frage stellt die Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid am 9. Februar im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit dem Thema„Spitzensport im Bergischen Städtedreieck“. Die Veranstaltung, die um 18 Uhr in der IHK-Hauptgeschäftsstelle am Heinrich-Kamp-Platz 2, beginnt, wird von dem Sportjournalisten Uli Potofski moderiert. Als Gastredner wird Christian Heidel, Manager des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05, über die Erfolgsstory der rheinhessischen Kicker und deren Bedeutung für die regionale Wirtschaft berichten.

Als Reaktion auf den Niedergang der bergischen Fußballclubs (der Wuppertaler SV ist viertklassig, der FC Remscheid spielt in der Landesliga, Union Solingen nur noch in der Bezirksliga) hatte die IHK schon mehrfach den Anstoß zu Diskussionen um bergische Doppelpässe und die Gründung eines BFC gegeben. Doch die Überlegungen sorgten bisher für mehr Proteste als Zustimmung. So auch in Wuppertal, wo vor allem Traditionalisten um den Fortbestand des Traditionsvereins Wuppertaler SV fürchteten. Da in Solingen und Remscheid nur noch Amateurfußball betrieben wird, stellt sich auch die Frage nach dem Nutzen einer Zusammenarbeit für den Regionalligisten, der als einziger Fußballclub im Bergischen noch Profifußball betreibt.

Antworten auf diese Fragen sind von Lothar Stücker, Finanzvorstand des Wuppertaler SV, zu erwarten, der in seinem Impulsreferat über die Ausrichtung des Wuppertaler SV sprechen wird. „Ich werde nicht da stehen und sagen, dass wir den Bergischen Fußballclub gründen werden“, sagt Stücker und beugt somit falschen Erwartungen vor. Stücker will den WSV als Geschäftsbetrieb vorstellen, der sich für die bergische Region öffnen möchte. „Der Reflex ins Bergische ist gegeben“, sagt Stücker. Kein Wunder: Rund 600.000 Menschen zählt die Region, das Einzugsgebiet ist also absolut bundesligatauglich

Was im Handball mit dem Bergischen HC möglich wurde, sollte im Fußball nicht ausgeschlossen werden. Diese Position hat jedenfalls die IHK in der Vergangenheit vertreten. IHK-Geschäftsführer Michael Wenge wird neben Jürgen Harmke, Sprecher der Stadtsparkasse, die Mannschaft auf dem Podium komplettien.

Die IHK lädt die Bergischen Unternehmer ein, an der Veranstaltung teilzunehmen und mit zu diskutieren. Kooperationspartner sind der Wuppertaler SV, die Stadtsparkasse Wuppertal sowie die Firma Buck & Kurschildgen GmbH & Co. KG.