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Zollbeamte heben illegale Schnapsbrennerei in Wuppertaler Wohnung aus

Kriminalität : Zoll hebt illegale Schnapsbrennerei in Wuppertaler Wohnung aus

Ein Ehepaar hat im großen Stile Schnaps gebrannt. Verantworten müssen sich die 43- und 45-jährigen Wuppertaler auch wegen Steuerhinterziehung.

Die Zollfahndung Essen hat bereits am 17. Juni die Wohnung eines Wuppertaler Ehepaares wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit der illegalen Herstellung alkoholhaltiger Erzeugnisse durchsucht. Wie die Beamten erst am Dienstag mitteilten, fanden sie vor Ort insgesamt 226 Liter Branntwein und branntweinhaltige Erzeugnisse, 200 Kilogramm Maische, eine Destillieranlage samt Zubehör sowie mehr als 1100 unversteuerte Zigaretten. Die Materialien und Produkte wurden sichergestellt.

Dem Einsatz vorausgegangen war ein Hinweis aus der Bevölkerung, dass die 43- und 45-jährigen Wuppertaler in ihrer Wohnung „schwarz Schnaps brennen“ würden. Bei der Durchsuchung der Wohnung stießen die Zollfahnder in der Drei-Zimmer-Wohnung in jedem Raum auf unversteuerten Alkohol und Herstellungszubehör. So lagerten im Zimmer des Kindes sieben große Plastikfässer samt Überlauf mit 200 Kilogramm angesetzter Maische. Im Schlafzimmer fanden die Fahnder unter anderem 20 Flaschen „Selbstgebrannten“. Das 20-Liter-Destilliergerät war in der kleinen Gästetoilette aufgebaut und angeschlossen.

Laut Zoll erwartet die Beschuldigten jetzt ein Steuerstrafverfahren wegen der mehr als 22 Stangen unversteuerter Zigaretten. Das sichergestellte Beweismaterial werde jetzt ausgewertet. Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Essen im Auftrag des Hauptzollamtes Krefeld, das auch die Durchsuchung beauftragt hat.