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Vandalismus: Zerstörungswut in der Stadionturnhalle

Vandalismus : Zerstörungswut in der Stadionturnhalle

Unbekannte steigen am Kirmeswochenende ein, zertreten Lampen und beschmieren Wände.

Eine unschöne Überraschung erlebten die Arbeiter, die derzeit am Innenausbau der Stadionturnhalle arbeiten am Montagmorgen nach dem durch die Megakirmes am Stadion bedingten langen Wochenende. Unbekannte waren offenbar über das Baugerüst in die  Halle eingedrungen und hatten mit einiger Zerstörungswut im Inneren Lampen zertrümmert,  Löcher  in Wände gehauen und Farbschmierereien hinterlassen.

„Der Schaden dürfte mindestens vierstellig sein, der Maler und der Trockenbauer haben mir gesagt, sie brauchen drei Tage, um  das nachzubessern“, berichtete  Frank Benecke, der für das zentrale Gebäudemanagement der Stadt (GMW) die Projektleitung für die Stadionturnhalle hat. Die soll dem WSV voraussichtlich Anfang Juli übergeben werden. „Wir sind mit den Arbeiten in  den letzten Zügen und konnten diese Verzögerung natürlich gar nicht gebrauchen“, so Benecke.

Tat geschah vermutlich
Samstag- oder Sonntagnacht

Der genau Tatzeitpunkt ist noch unklar, muss aber zwischen dem späten Samstagabend und dem frühen Montagmorgen gelegen haben, wobei angesichts der laufenden Kirmes sehr wahrscheinlich ist, dass es in den Nachtstunden geschah.  Am Samstag gegen 21 Uhr habe der Stadionverwalter noch eine Runde gemacht, da sei  alles in Ordnung gewesen.

Die Täter kletterten offenbar auf das Baugerüst und drückten ein Fenster auf, wobei sie die noch davor geklebte Folie zerstörten. Im Inneren trieben sie ihr Unwesen im gesamten Gebäude. In den Umkleidekabinen, im Keller und im Eingangsbereich wurden insgesamt 15 bereits an der Decke befestigte Lampen zerstört. Benecke: „Bei den Glaslampen im Foyer müssen wir durch den Elektriker erst feststellen, ob es möglich ist, nur das Glas neu zu bestellen oder ob wir die kompletten Lampen  ersetzen müssen. In den Büros im Obergeschoss wurden mit einer Gerüststange mehrere große Löcher in die Trockenbauwände geschlagen. Außerdem wurden Farbeimer ausgekippt und bereits fertig orange gestrichene Wände mit weißer Farbe beschmiert.  Die Glasscheiben der Büroabtrennungen blieben heil, allerdings wurde auch ein Paneel der Systemteiler beschmiert.

Das GMW hat die Polizei eingeschaltet. „Die hat uns aber wenig  Hoffnungen gemacht, dass man die Täter ausfindig machen könne“, so Benecke. Wahrscheinlich werde das GMW auf den Mehrkosten sitzen bleiben.

Wann der WSV genau einziehen will, konnte Benecke noch nicht sagen. Neben Restarbeiten und  den nun noch nötigen Reparaturen fehlen auch noch die Türen, die bereits seit acht Wochen bestellt seien, deren Lieferung sich aber verzögert habe.