Corona Zahl der Corona-Opfer steigt auf 206 an

Wuppertal · Über die Weihnachtsfeiertage ist die Zahl der in Wuppertal mit und an Corona gestorbenen Personen auf 206 angestiegen. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen ging im Vergleich zur Vorweihnachtszeit zwar zurück, aber das ist der Tatsache geschuldet, dass im Gesundheitsamt über die Feiertage nur eine Notbesetzung im Einsatz gewesen ist und erst ein Teil der Daten aus den vergangenen Tage im Verlauf des Sonntags nachgetragen worden ist.

 Mit den Impfungen in Wuppertal wurde am Sonntag begonnen.

Mit den Impfungen in Wuppertal wurde am Sonntag begonnen.

Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

„Ob der Lockdown Wirkung zeigt, werden wir erst zum Ende dieser Woche wissen. Erst dann haben wir ein realistisches Bild zum Verlauf der Pandemie über die Weihnachtstage“, sagt Gesundheitsdezernent Stefan Kühn. Vor Weihnachten war der Inzidenzwert, das ist die Zahl der Infizierten berechnet auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, auf rund 244 gestiegen. Der Rückgang auf 171, 24 (Stand Sonntag 18 Uhr) relativiere sich vermutlich im Laufe des Montags noch. An den zurückliegenden vier Tagen über Weihnachten waren in Wuppertal 203 neue positive Fälle bestätigt worden. Innerhalb der zurückliegenden sieben Tage waren es 608 neue Covid-19-Fälle. Während der Feiertage fanden allerdings so gut wie keine Testungen statt.

Bei den seit dem 23. Dezember neu gemeldeten Todesfällen in Wuppertal handele es sich um ausschließlich ältere Menschen, von denen die allermeisten nicht in Wuppertaler Altenheimen gelebt hätten. „Die dramatische Lage wird sich in den kommenden Wochen noch fortsetzen“, befürchtet Stefan Kühn. Wegen der hohen Zahl von Corona-Patienten in Krankenhäusern, von denen ein hoher Prozentsatz beatmet werden muss, sei auch mit einem weiteren Anstieg der Todesopfer zu rechnen.

Mit Sorge blickt Stefan Kühn dem Jahreswechsel entgegen, wenn es für die Wuppertaler wieder darauf ankomme, Kontakte zu vermeiden und die Schutzauflagen zu befolgen. Johannes Slawig, Leiter des Krisenstabes, hatte bereits vor Weihnachten die Vermutung geäußert, dass die Schutzauflagen über den 11. Januar beibehalten werden müssten, da bis dahin mit einer Entspannung der Situation nicht zu rechnen sei. Mit positiven Auswirkungen des verschärften Lockdowns rechnet auch Ulrich Zander vom Krisenstab frühestens Mitte der Woche. ab

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