WZ TV: Dem Geheimnis der Freimaurer auf der Spur

WZ TV: Dem Geheimnis der Freimaurer auf der Spur

Wuppertal. Spätestens seit sie die Hauptrolle in Dan Browns neuem Thriller "The lost Symbol" spielen, sind sie wieder in aller Munde: die Freimaurer. Mysteriöse Legenden ragen sich um die Bruderschaft, die seit Jahrhunderten in allen Teilen der Welt existiert.

WZ TV hat für die Serie "So gesehen" die Freimaurerloge "Hermann zum Lande der Berge" besucht und nachgefragt, was es bedeutet, Freimaurer zu sein.

Heinrich Becker ist Meister vom Stuhl und damit eine Art Vorsitzender der 32 Mitglieder starken Loge. Er erklärt: "Wir verstehen uns als enge Freunde, als Brüder im Geiste." Bei den regelmäßigen Treffen werden Vorträge gehört und Mitglieder anderer Logen empfangen. Ein Mitglied muslimischen Glaubens wird in Kürze in den Stand eines Meisters erhoben und steigt somit in der Rangordnung der Freimaurer auf. Er wird dann einen Vortrag zum Thema "Jesus im Islam" halten. Herzstück der Freimaurerei aber ist die Tempelarbeit. Dabei geht es weniger um Religion, wie oft behauptet wird, sondern um Kontemplation. Es wird eine Art innere Einkehr gesucht, man zelebriert die uralten Rituale der Freimaurer.

Also doch alles sehr mysteriös? "Der Wortlaut dieser Rituale kann man überall nachlesen", sagt Alt-Stuhlmeister Wolfgang Stock. Und Dan-Browns Freimaurer-Thriller? "Das ist eine Kriminalgeschichte, mehr nicht", sagt Michael Harscheidt.

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