WZ-Mobil: „Da werden die Umsätze gemacht“

WZ-Mobil: „Da werden die Umsätze gemacht“

Am WZ-Mobil ging es am Donnerstag um den verkaufsoffenen Sonntag.

Wuppertal. Bereits im vergangenen Jahr gab es bezüglich des verkaufsoffenen Sonntags in der Vorweihnachtszeit heftige Diskussionen zwischen den Einzelhändlern und der Dienstleistungsgesellschaft Verdi. Geplant sind zwei Sonntage, der erste am 3. Dezember in Elberfeld, der zweite am 10. Dezember in Barmen. Laut Verdi erfüllen die Anträge der Einzelhändler auf die verkaufsoffenen Sonntage nicht die erforderlichen Standards.

WZ-Leserin Waltraud Heidenreich würde sich freuen: „Ich finde das gut, wenn die Geschäfte geöffnet sind und man auch am Sonntag bummeln kann. Sonst sind die Straßen an diesen Tagen immer wie leer gefegt. Das sind doch nur Ausreden von Verdi.“

Horst Heidenreich sieht das auch entspannt: „Angestellte bekommen dafür an anderen Tagen frei. Und andere Menschen, wie in Krankenhäusern oder bei den Stadtwerken, müssen ja auch arbeiten.“

„Ich finde das super“, sagt auch Eva Papidou. „Es ist doch gut, wenn die Sonntage in der Vorweihnachtszeit sind. Denn da werden ja auch die meisten Umsätze gemacht.“ Silke Davidson interessiert das wenig: „Ich brauche keine verkaufsoffenen Sonntage. Ich mache da lieber andere, schönere Dinge. Außerdem kann man auch alles in der Woche erledigen.“ Frauke Tillmann sieht das genauso: „Ich bin dagegen. Verkäufer sollten auch Wochenende haben. Und den ganzen Konsum kann man doch auch an den Werktagen haben. Gerade in der Vorweihnachtszeit sollte man an die Familie denken.“ Ursula Schäfer meint: „Speziell in dieser Zeit haben die Leute doch Interesse und wollen einkaufen. Ich finde die Idee gut.“

Jasmin Prick denkt an die Familie: „Für Menschen im Einzelhandel ist das weniger gut, da sie ja arbeiten und sich nicht der Familie widmen können. Ich beispielsweise mache am Wochenende mehr mit den Kindern. Für Berufstätige finde ich die verkaufsoffenen Sonntage nicht schlecht.“

Michaela Trippel würde die Sonntage in die Zeit außerhalb der Adventszeit legen: „Ich weiß auch gar nicht, ob die Leute das nutzen, weil es zeitlich zu nah an Weihnachten ist. Ich jedenfalls würde es nicht in Anspruch nehmen.“

Ralf Jäger hingegen findet den Zeitpunkt richtig: „Man ist doch daran gewöhnt, dass in der Vorweihnachtszeit die Läden geöffnet sind. Außerdem ist dem Einzelhandel damit geholfen. Dadurch können sie gegenüber der Internetkonkurrenz etwas gutmachen.“ Hassan Sezgin hält den Sonntag für eine sehr gute Idee: „Man könnte es sogar gemäß dem Modell in Frankreich, wo 24 Stunden geöffnet ist, ausbauen. Außerdem ist durch diese Öffnung in der Stadt alles lebendiger.“

Auch Barbara Karwanska gefällt die Vorstellung, dass sonntags geöffnet ist: „Viele haben an Werktagen keine Zeit, weil sie arbeiten müssen. So kann man an diesen Tagen shoppen und kleine Einkäufe erledigen. Das gehört für mich auch einfach zum Einzelhandel dazu.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung