Meinung WZ-Kommentar zum Wettlauf um die beste Kreislaufwirtschaft: Gesunde Konkurrenz

Wuppertal · Nach dem Begriff „Kreislaufwirtschaft“ gefragt, hätten viele Menschen vor nicht allzu langer Zeit noch mit den Schultern gezuckt oder sich – kalauerhaft gesprochen – vielleicht eine auf Jogger spezialisierte Gaststätte mit kreisrunder Theke vorgestellt.

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Foto: WZ/Alina Komorek

Dass der Begriff in Wuppertal kein Fremdwort mehr ist, dafür sorgt die hier ansässige Initiative Circular Valley nun schon seit mehreren Jahren. Carsten Gerhardt und seine Mitstreiter haben sehr ambitionierte Ziele und wollen Wuppertal und die Rhein-Ruhr-Region zu einer Schlüsselregion für die Kreislaufwirtschaft machen. Das hat bereits ordentlich Wellen geschlagen, wie sich an der prominent besetzten Gästeliste des Circular-Valley-Forums zuletzt in der Stadthalle ablesen ließ. Das Ziel einer erfolgreichen Kreislaufwirtschaft wird aber auch in anderen Ecken der Welt verfolgt. Und das ist gut so: Carsten Gerhardt kennt das Konkurrenzprinzip bestens, er kommt aus der Wirtschaft und traut deren Akteuren am ehesten das Know-how und den Innovationsgeist zu, die es gerade braucht. Denn die Ressourcen auf unserem Planeten sind endlich, ihre gewinnbringende Nutzung in der bisherigen Weise ist nicht mehr uneingeschränkt möglich. Wenn nun im Wettstreit der Ideen weltweit Lösungen für eine nachhaltige Wirtschaft gesucht werden, kann man mit Recht von einer gesunden Konkurrenz sprechen.