Meinung WZ-Kommentar zum Personal des Ordnungsamts: „Zu sehr abgespeckt“

Fehlende Stellen bei der Stadt sind nicht nur beim Ordnungsamt ein Problem.

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Foto: WZ/Alina Komorek

Wäre der Beigeordnete Matthias Nocke ein weniger bedachtsamer Mensch und eher ruppig strukturiert, würde er es einfach rausbrüllen: „Ich brauche mehr Leute.“

Mit dieser Einschätzung ist er als Dezernent unter anderem für Sicherheit und Ordnung nicht alleine in der Stadtverwaltung: Das Klagelied über den Personalmangel ist vielstimmig, denn auch etwa im Bau- und Denkmalpflegebereich tun Leute not, die sich um Bauanliegen und Projekte von Privatpersonen wie auch Unternehmen kümmern können.

Immerhin sorgen mittlerweile zwei Archäologen statt nur einer Fachkraft für ein wenig Schub in der Abarbeitung der Funde in den Baugruben der Elberfelder City. Immer wieder ist von Szenekennern zu hören, die Stadtverwaltung sei über viele, viele Jahre personell so weit abgespeckt worden, dass es jetzt an allen Ecken und Enden hapert.

Wem die Schuld hierfür zu geben sei, muss man mitunter nicht lange erfragen. Die Namen ehemaliger Akteure in Spitzenpositionen der Stadtverwaltung fallen prompt und einhellig. In längst wieder angebrochenen Wahlkampfzeiten mit Blick auf das kommende Jahr dürfte der Bereich Sicherheit und Ordnung aber wie immer ein Thema sein, mit dem man bei vielen Wählern punkten kann. Matthias Nocke hat davon allerdings wenig – und schon gar nicht mehr Personal.

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