Meinung WZ-Kommentar zu den Forderungen der GEW: Zügig handeln

Wuppertal · Es ist ein immerwährendes Thema: Schulen haben Personalnot. Unterricht fällt aus, Kinder können nicht betreut werden.

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Foto: ANNA SCHWARTZ

Hinzu kommt ein wachsendes Raumproblem – Unterricht und Ganztagsbetreuung müssen in den gleichen Räumen stattfinden. Und: Material fehlt. Möbel werden nicht bereitgestellt. Das Problem ist nicht neu – aber wie lange wollen wir mit diesem Problem noch leben? Denn es zeichnet sich kein Ende ab. Geld fällt nicht vom Himmel. Und ausgebildetes Personal eben so wenig. Die Schülerzahlen der kommenden Jahre sind bekannt. Hier hätte besser gestern als heute schon gehandelt werden müssen. Denn wie immer müssen wir uns die Frage stellen: Wie wollen wir unsere künftigen Generationen ausbilden? Die Menschen, die irgendwann unsere Häuser bauen, uns medizinisch und pflegerisch versorgen, die Rente sichern. Sollen sie in baufälligen Gebäuden unterrichtet werden, mit veralteten Materialien arbeiten? Ist das unsere Vorstellung von qualitativ hochwertiger Schulbildung? Es muss dringend etwas getan werden. Wir wissen, wie groß der Bedarf an Räumen und Material in den kommenden Jahren sein wird. Hier ist ganz klar die Politik gefragt, zu handeln – und zwar zügig. Denn sonst sind die nächsten Jahrgänge schon bald wieder aus der Schule raus.