Meinung WZ-Kommentar zu den Einzelhändlern, die sich im Stich gelassen fühlen: Selbst aktiv werden

Wuppertal · Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Dieses Motto schienen sich die Teilnehmer am Runden Tisch der CDU zur Situation in der Elberfelder Innenstadt zu Herzen genommen zu haben.

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Foto: ANNA SCHWARTZ

Munter wurde auf die Stadt geschimpft und eingeschlagen. Für die Teilnehmer scheinen die Stadtverwaltung und an ihrer Spitze der OB das Böse schlechthin zu verkörpern, wenn es um die Lage des Einzelhandels im Herzen Elberfelds geht. Da wurde dann auch gerne mit Übertreibungen gearbeitet, wenn Matthias Zenker von der Interessengemeinschaft davon spricht, dass Diebe die Läden leerräumen würden. Und der Stadt zu unterstellen, sie würde mit Absicht Leerstände provozieren – ebenfalls eine Aussage Zenkers – schießt über das Ziel hinaus. Ja, die Stadt hat Fehler gemacht und macht Fehler. Ja, die Baustellensituation in der Elberfelder Innenstadt ist belastend für die Einzelhändler. Und da ist die Stadt gefordert, Hilfe und Unterstützung zu bieten und dazu beizutragen, die Situation zu verbessern. Aber das entlässt die Einzelhändler und sonstigen Akteure nicht aus ihrer eigenen Verantwortung. Statt nur zu jammern, dass die Stadt so untätig und inkompetent ist, könnte man sich überlegen, was man selbst dazu beitragen könnte, das Beste aus der zugegebenermaßen verfahrenen Situation zu holen. Die Schuld nur bei anderen zu suchen, ist zu einfach.