1. NRW
  2. Wuppertal

Wupperverband zieht Bilanz

Wupperverband zieht Bilanz

Die Talsperren sind voll und der Hochwasserschutz wird ausgebaut.

„Wir freuen uns über Regen“, sagte Georg Wulf. Er ist der Vorstand des Wupperverbandes. Im Gegensatz zu vielen Wuppertalern, die auf das Wasser von oben manchmal gut verzichten könnten. „Der nasse Start ins Jahr mit viel Zufluss zu den Talsperren, ohne kritische Pegelstände im Wuppergebiet, ist aus heutiger Sicht ein gutes Zeichen, dass wir genug Wasser haben werden“, sagte Wulf bei der Jahrespressekonferenz des Verbandes.

„Der Speicherinhalt der Großen Dhünn-Talsperre liegt derzeit bei rund 64 Millionen Kubikmeter“, sagt Wulf. Damit ist sie zu 88 Prozent gefüllt. So gut wie zuletzt im Juli 2011. Das ist aus wasserwirtschaftlicher Sicht durchaus beruhigend“, sagt Wulf. Eine Wasserknappheit sei im Bergischen Raum nicht zu erwarten.

Auch im Bereich Hochwasserschutz zeigt sich der Verband zufrieden. Die Talsperren und die 27 Hochwasserrückhaltebecken dämpften das Risiko von Hochwasser. „Das System funktioniert“, sagte Wulf. Weitere Maßnahmen seien die Vorsorge vor Überflutungen, wie die Reinigung der Rechen in der Wupper. „Es gibt aber keinen hundertprozentigen Hochwasserschutz“, so Wulf.

Volker Erbe, der Geschäftsbereichsleiter Technik/ Flussgebietsmanagement, griff einzelne Projekte des Wupperverbands auf. Bei den Baumaßnahmen am Eschbach in Solingen-Unterburg wurden zwei Großprojekte verknüpft: Die Stadt Solingen saniert die Stützwand der Eschbachstraße. Der Wupperverband erneuert die Ufermauern und vertieft das Bachbett auf einer Länge von 600 Metern. „Das Problem ist, dass man bei diesen Arbeiten an die Gründungsmauern der Häuser stößt“, berichtet Erbe über das umfangreichste Projekt für den Hochwasserschutz.

Auch die Renaturierung der Wupper und die Instandhaltung der Ufermauern sind unter den Projekten, die der Verband angeht. Die Beiträge für die Abwasserreinigung und Entsorgung sind seit 2012 stabil. Der Wupperverband rechnet aber ab 2019 mit einer Systemumstellung, weil der Beitragsbedarf für die Talsperren seit 2005 bei 10 Millionen Euro liegt. Während die Kosten gesenkt werden sollen, sollen die Beiträge in dem Geschäftsbereich neu verteilt werden.