Wuppertals Wiedergeburt als Schwimm-Metropole

Wuppertals Wiedergeburt als Schwimm-Metropole

Am Donnerstag beginnen in der Schwimmoper die Kurzbahn-Meisterschaften auf dem Johannisberg. Viele Stars sind am Start.

Wuppertal. Olympiasieger, Weltmeister und Europameister, die im Kampf um Deutsche Meistertitel gegeneinander antreten - einen solchen sportlichen Höhepunkt hat es seit vielen Jahren nicht mehr in Wuppertal gegeben.

Am Donnerstag beginnen um 16 Uhr mit dem ersten Wettkampfabschnitt die Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften im Schwimmen in der Schwimmoper. Der Stadt Wuppertal bietet sich die einmalige Gelegenheit, ihr für 16,6 Millionen Euro modernisiertes Bad den Schwimmfans in ganz Deutschland zu präsentieren.

Gerade in den olympischen Kernsportarten Leichathletik, Schwimmen und Turnen trat Wuppertal in den vergangenen Jahren nur noch selten als Austragungsort in Erscheinung.

Eine Ausnahme bildeten in der Leichtathletik allein die Internationalen Springermeetings in der Heckinghauser Halle. Im Heinz-Hoffmann-Bad auf Küllenhahn fanden zwar hochkarätige Schwimm-Wettkämpfe statt, aber das Trainingsbad bietet den Zuschauern nicht den erforderlichen Komfort und Überblick.

Bereits gestern machte sich Schwimmstar Britta Steffen mit der neuen Arena vertraut. "Die Schwimmer sind regelrecht begeistert von der Schwimmoper", sagt Peter Keller, Leiter des Sport- und Bäderamtes. Aus seiner Sicht sei das kein Wunder, "denn das Bad präsentiert sich als Schmuckkästchen."

In 36Einzel- und vier Staffelwettbewerben werden bis zum Sonntag die deutschen Kurzbahn-Meister 2010 gesucht. Unter Leistungsdruck stehen aber auch der Ausrichter SV Bayer und das Organisationsteam, gebildet aus Verein, Stadtsportbund sowie dem Sport- und Bäderamt, denn die Gastgeber wollen sich für die Austragung weiterer großer Titelkämpfe empfehlen.

Der Stadtsportbundvorsitzende Klaus Fechtenhövel und Ralf Beckmann, früherer DSV-Schwimmwart, wünschen sich, dass die Schwimmoper zum ständigen Austragungsort deutscher Kurzbahn-Meisterschaften wird.

Die Voraussetzung sind gut: Auf der zur Stadthalle hingewandten Seite werden pro Veranstaltungsabschnitt 750Zuschauer Platz finden. Die andere Seite mit ebenfalls 750 Plätzen ist den Aktiven, Betreuern und den Medienvertretern vorbehalten.

Peter Nocke, Wuppertals erfolgreichster Schwimmer aller Zeiten, will als ganz normaler Zuschauer die Wettbewerbe verfolgen. "Eine spezielle Einladung habe ich nicht bekommen", sagt Peter Nocke etwas angesäuert. Dabei hatte Nocke noch im Frühjahr bei der Wiedereröffnung des 1957 erbauten Bades als Taufpate fungiert.

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